00:13 10 Juli 2020
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    Die russische Luftwaffe hat am Donnerstag Stellungen der terroristischen al-Nusra-Front in Syrien massiv angegriffen. Zum Einsatz kamen sowohl Kampfjets, die im syrischen Hmeimim stationiert sind, als auch Bordflieger des Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“ im Mittelmeer als auch strategische Bomber, die von Russland aus gestartet waren.

    Durch die Angriffe seien Kommandostellen, Waffenlager und Kriegstechnik der Terroristen vernichtet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

    Zuvor am Donnerstag hatte Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem russischen Sicherheitsrat die Situation in den syrischen Regionen Idlib, Homs und Aleppo erörtert.

    In Syrien tobt seit 2011 ein Krieg, der laut Uno-Angaben bereits bis zu 300.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere, aber auch vom Westen unterstützte Rebellen gegenüber.

    Die russische Luftwaffe fliegt bereits seit September 2015 – auf offizielle Bitte der Regierung in Damaskus – Angriffe gegen Stellungen des IS und mit ihm verbundenen Terrorgruppen in Syrien. Dabei werden Jagdbomber eingesetzt, die im nordsyrischen Latakia stationiert sind, aber auch Langstreckembomber, die vom russischen Territorium starten und am selben Tag zurückkehren. In dieser Woche schloss sich der russische Marineverband um den Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“, der sich seit Tagen vor der Küste Syriens  befindet, dem Anti-Terror-Kampf angeschlossen.

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    Tags:
    Syrien, Russland