06:51 18 August 2018
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    Sergej Lawrow und John Kerry

    Lawrow an Washington: Moskau kann Negativ-Kurs nicht allein überwinden

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    Die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und den USA wird aus Sicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow voll und ganz von dem frisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump abhängen.

    „In den Beziehungen, die sich zwischen uns und den USA nach dem 20. Januar entwickeln werden, spielt natürlich Donald Trump die entscheidende Rolle“, sagte Lawrow gegenüber dem TV-Sender Rossiya 24.

    Zunehmende Spannungen in den Beziehungen seien nicht im Interesse der Bürger beider Länder und habe einen negativen Einfluss auf Problemlösungsprozesse in der ganzen Welt, betonte der russische Außenminister. Dabei verwies Lawrow auch auf das jüngste Telefonat zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und Trump, bei geäußert worden war, dass das russisch-amerikanischen Verhältnis aktuell kaum schlechter sein könnten.

    „Vielleicht sollte davon ausgehen. Während Präsident Barack Obama will, dass das auch so weitergeht, bin ich mir aber sicher, dass das nicht im Interesse der US-Bürger ist“, so Lawrow. „Dies trägt nicht zur Beilegung der Probleme in der Welt bei, denn Vieles hängt von unseren beiden Ländern ab.“

    Außerdem widerspreche sich Obama selbst: „Bei allen Kontakten mit Präsident Putin unterstrich er stets die Unersetzlichkeit unserer Zusammenarbeit bei der Lösung von Schlüsselproblemen wie der Syrien-Krise und generell zur Lage im Nahen Osten und in Afrika“, so der russische Minister.

    „Wenn Sie ihre Amtszeit als Präsident beenden, ist es vielleicht besser, einige Fragen zu beantworten, einige positive Ratschläge in Bezug auf beispielsweise interne Probleme der USA zu geben. Von diesen gibt es viele“, richtete sich Lawrow noch einmal an Obama. „Auch Ratschläge zur Entwicklung der internationalen Beziehungen wären angebracht. Aber Bekräftigung des Beharrens auf einer negativen Basis wird aus meiner Sicht nicht funktionieren.“

    Am Donnerstag hatte Obama die Hoffnung geäußert, dass Washington und Moskau unter Trump in Bereichen zusammenarbeiten werden können, „in denen unsere Werte und Interessen übereinstimmen“. Nichtsdestotrotz hoffe der scheidende Präsident, dass Trump nicht einfach auf günstige Deals mit Russland eingehen werde, die internationale Normen verletzen und zu andauernden Problemen führen würden.

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    Tags:
    Bürger, abhängig, Interesse, Zuspitzung, Beziehungen, Donald Trump, Sergej Lawrow, Barack Obama, USA, Russland
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