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    Michael Flynn, Sicherheitsberater des designierten US-Präsidenten Donald Trump

    Trumps Sicherheitsberater Flynn gegen Islamisten und für Normalisierung mit Moskau

    © AFP 2018 / Mandel Ngan
    Politik
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    Der ehemalige Drei-Sterne-General und Ex-Geheimdienstchef Michael Flynn soll auf Wunsch des designierten US-Präsidenten Donald Trump dessen Sicherheitsberater werden. Flynn gilt als harter Kritiker der Administration von Barack Obama, weil „Washington die von den Islamisten ausgehende Gefahr unterschätzt hat“.

    Darüber hinaus hatte Flynn mehrmals aufgerufen, die Beziehungen zwischen den USA und Russland zu verbessern. Als Aufklärungschef (2012-2014) versuchte Flynn, den Kurs der Behörde zu ändern, scheiterte aber an erbittertem Widerstand der Führung und von Kollegen.

    Beziehungen zwischen USA und Russland

    Flynn bezieht die gleiche Position wie Trump, der mehrmals auf die Notwendigkeit hingewiesen hat, normale Beziehungen zu Russland wiederherzustellen. Der frühere Militär ist davon überzeugt, dass Moskau und Washington ihre Anstrengungen im Kampf gegen den Islamischen Staat vereinigen müssten.

    „Wenn die USA und Russland dauernd einander reizen, wird das den Konflikt zur weiter eskalieren lassen“, sagte Flynn in einem Interview des russischen TV-Senders RT. „Ich denke, dass wir nachrichtendienstliche Daten austauschen, mit einander kooperieren und einander in unsere Kommandozentralen einladen sollten – das ist doch gar nicht so kompliziert. Das würde uns helfen, die militärischen Ziele des anderen besser zu verstehen.“ Es komme zudem darauf an, strategische Ziele Russlands und der USA näherzubringen.

    Dem General zufolge wird die Zusammenarbeit mit Russland den Kampf gegen den illegalen Öltransport effektiver machen. Zudem werde sie dazu beitragen, die Finanzierungsquellen für den Islamischen Staat dicht zu machen.

    Kampf gegen Extremismus

    Michael Flynn kritisierte Obamas Administration für die fehlende Fähigkeit, gegen einen realen Feind – den radikalen Islam — zu kämpfen. Der General wies darauf hin, dass „extremistische Bewegungen wie El-Kaida und ihre Nachfolger weiter expandieren, während Obama und seine Berater darüber einfach hinwegschauen und nach der Tötung von El-Kaida-Chef Osama bin Laden 2011 auf ihren Lorbeeren ausruhen“.

    Flynn führte die Entstehung des Islamischen Staates unter anderem auf die mangelnde Entschlossenheit der US-Behörden und den Abzug der Truppen aus dem Irak zurück.

    Während der Wahlkampagne hatte sich Flynn ziemlich hart über den Islam als Ganzes geäußert. Er solidarisierte sich mit Trump, der für eine Verschärfung der Immigrationspolitik der USA und für strengere Kontrollen plädierte, insbesondere von Einwanderern aus muslimischen Ländern.

    „Wir stemmen uns gegen die grausamen, gefährlichen und heimtückischen radikalen Islamisten. Wir sollten aus diesem zermürbenden Krieg als Sieger hervorgehen. Wenn wir verlieren, wird von uns nichts mehr übrig bleiben“, schrieb Flynn im Kurznachrichtendienst Twitter.

     

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    Tags:
    Position, Michael Flynn, Donald Trump, USA, Russland
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