18:30 20 September 2017
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    Kandidaten-Vorwahl der Republikaner in Frankreich

    Sonntags-Schlappe: Sarkozy wird nicht Le Pen-Gegner

    © REUTERS/ Gonzalo Fuentes
    Politik
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    Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Sonntag eine Niederlage bei der Kandidaten-Vorwahl der Republikaner zur bevorstehenden Präsidentschaftswahl erlitten und danach seinen Rückzug aus der Politik angekündigt, wie AFP meldet.

    Der 61-jährige Sarkozy räumte seine Niederlage in der Vorwahl ein und gratulierte den früheren Premierministern François Fillon und Alain Juppé zum Einzug in die entscheidende Stichwahl. Er selbst werde am kommenden Sonntag für Fillon stimmen, hieß es.

    „Ich habe mit Leidenschaft für meine Überzeugungen gekämpft“, sagte Sarkozy. „Ich verspüre keine Bitterkeit.“ Vielmehr wolle er nur „das Beste für das Land.“
    Seine Wähler rief Sarkozy dazu auf, „niemals den Weg der Extreme zu wählen“, und warnte damit klar vor Marine Le Pens Front National.

    Nach Auszählung der Vorwahl-Stimmen in rund 8700 der insgesamt 10.000 Wahllokale erzielte Fillon 44,1 Prozent. Juppé kam auf 28,2 Prozent, Sarkozy auf nur 21 Prozent.

    Die eigentliche Wahl des Präsidenten dürfte Umfrageergebnissen zufolge in einer Stichwahl im Mai 2017 zwischen einem konservativen Kandidaten und Le Pen vom Front National entschieden werden. Die Sozialisten, die mit Francois Hollande derzeit den Präsidenten stellen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits in der ersten Runde im April das Nachsehen haben.

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    Tags:
    Vorwahlen, François Fillon, Alain Juppé, Nicolas Sarkozy, Frankreich
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