02:16 26 September 2017
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    „American Conservative“ rät den USA von „Nasenschlag“ gegen Russland ab

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    Politik
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    Die USA sollten lernen, ihre Ambitionen von den lebenswichtigen nationalen Interessen zu unterscheiden, statt sich Russland bei jeder Gelegenheit entgegenzustellen, schreibt die US-Zeitschrift „The American Conservative“.

    Laut dem Magazin werden die Beziehungen zwischen Moskau und Washington dadurch beeinträchtigt, dass die USA keinen Unterschied zwischen den mittelbaren und den lebenswichtigen Interessen ziehen können. Im Ergebnis hätten die USA stets versucht, mit Russland auf jenen Territorien zu rivalisieren, die im Interessenbereich Russlands liegen würden und für Washington nur geringe Bedeutung hätten.

    „Wir haben das schon bei der Nato-Erweiterung ins Innere des Ex-UdSSR-Raums miterlebt und sehen so etwas schon wieder in Syrien“, heißt es.

    Laut „American Conservative“ sollte Washington seine Ambitionen beschneiden, um die Differenzen mit Russland auf ein Minimum zu reduzieren. In den politischen Kreisen der USA werde die Meinung vertreten, so das Magazin, dass die USA sich jedes Mal Russland entgegenstellen müssten, wenn dieses Land etwas Unerwünschtes für Washington tue. Diese Herangehensweise berge oft große Risiken in sich und bringe dabei keinen merklichen Nutzen.

    „Der Wunsch, Moskau ohne jeden Grund ins Auge zu schlagen, wird offensichtlich keineswegs dazu beitragen, die Zusammenarbeit auf einen für Washington genehmen Stand zu bringen“, unterstreicht die Zeitschrift.

    Der Verfasser des Artikels rät den USA, auf die Wiederaufnahme der Pläne zur Stationierung eines Raketenabwehrsystems in Europa und zur weiteren Nato-Ausdehnung sowie auf die anti-russischen Sanktionen zu verzichten.

    Jedes Mal, wenn die Versuchung entstehe, „die Russen auf die Nase zu schlagen“ – um es mit den Worten des US-Politikers und jetzigen Gouverneurs von Ohio, John Kasich, zu sagen – sollten die USA tüchtig darüber nachdenken, welche Folgen das bringen würde und ob das überhaupt nötig sei, so das Magazin.

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    Tags:
    Ambitionen, The American Conservative, John Kasich, USA
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