21:53 23 September 2017
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    McCain greift Trump wegen Haltung zu Foltern an

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    Wegen seines positiven Verhältnisses zur Anwendung der Folter bei Terroristen ist der designierte US-Präsident Donald Trump vom republikanischen Senator des Bundesstaates Arizona, John McCain, kritisiert worden, wie das amerikanische Magazin „Politico“ schreibt.

    McCains gab seine Erklärung am Samstag bei dem alljährlichen internationalen Sicherheitsforum von Halifax in Washington ab, an dem Geheimdienstler und Experten aus den USA, Kanada und den europäischen Ländern teilnahmen. „Es ist mir egal, was der US-Präsident machen will. Wir werden kein Waterboarding anwenden. Wir werden keine Menschen foltern. Das funktioniert nicht“, sagte McCain, wobei er darauf verwies, dass Folter laut der Genfer Konvention eine rechtswidrige Handlung sei und im vergangenen Jahr auch vom Kongress der USA verboten worden sei.

    Der designierte US-Präsident sei während seines Wahlkampfes für radikale Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf, einschließlich der Folter, eingetreten, heißt es. Dabei habe er hervorgehoben, dass er sich positiv zu einer solchen  Folter, wie es das Waterboarding – die Folter mit Wasser — sei, verhalte und es als „nicht zu grausam“ betrachte, schreibt das Magazin. 

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    Die Anwendung von Folter war ein aktuelles Thema geworden, nachdem Meldungen über diese Art von Folter durch CIA-Mitarbeiter bei Verhören von Terrorverdächtigen, um ihnen Geständnisse abzuringen, an die Öffentlichkeit gedrungen waren.

    Anfang Dezember 2014 veröffentlichte der Geheimdienstausschuss des US-Senats einen mehr als 500 Seiten umfassenden Bericht über Missstände in der CIA in der Amtszeit von Präsident George W. Bush (2001-2009), in dem die Anwendung von Folter, die Desinformation der Behörden und der Gesellschaft angeprangert wurden. Der Senatsausschuss qualifizierte das CIA-Programm damals als „uneffektiv und grausam“.

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    Tags:
    CIA, Donald Trump, John McCain, Kanada, USA
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