07:30 26 September 2017
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    Russische Luftwaffe in Syrien

    Neue Landepiste: Russland baut seine Luftwaffenbasis in Syrien aus

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    Russland wird seinen Luftstützpunkt Hmeimim in Syrien ausbauen, da dieser auf der Grundlage eines Abkommens zwischen beiden Ländern auf lange Sicht genutzt werden soll.

    Laut dem Vorsitzenden des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), Viktor Oserow, wird eine zweite Start- und Landepiste gebaut werden.

    „Wir sind ernsthaft und für lange nach Syrien gekommen. Deshalb ist die Vervollkommnung der Infrastruktur auf dem Flugplatz selbst und im Raum seines Standortes insgesamt eine Aufgabe, die in der absehbaren Perspektive bewältigt werden muss“, betonte Oserow.

    Ihm zufolge kann die Modernisierung des Luftstützpunktes zweieinhalb bis drei Jahre in Anspruch nehmen, zudem sollen die funktechnischen und Startpositionen der Kräfte und Mittel der Flugabwehr vervollkommnet werden.

    Im Oktober hatte der Föderationsrat das Abkommen über die unentgeltliche Dauernutzung des Luftstützpunktes Hmeimim durch Russland in Syrien ratifiziert – bei 158 Stimmen dafür und einer Stimmenthaltung.

    Den Entwurf dieses Abkommens hatte Präsident Wladimir Putin am 8. August 2016 ins Parlament eingebracht. In dem Dokument heißt es, die Infrastruktur des Flugplatzes und das erforderliche Territorium werden auf Absprache der Seiten dem russischen Militär unentgeltlich und fristlos zur Verfügung gestellt.

    Russland hatte im September 2015 eine Gruppierung seiner Luftwaffe sowie Versorgungstruppen nach Syrien geschickt, wonach die Flugzeuge am 30. September die Luftschläge gegen Positionen der radikal-islamistischen Gruppierungen aufnahmen. Dieser Einsatz erfolgte auf die Bitte des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an Russland, dem Land militärische Hilfe zu erweisen.

    In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt zwischen der Regierung und der militanten Opposition. UN-Schätzungen zufolge hat der Bürgerkrieg in Syrien bereits mehr als 150 000 Menschen das Leben gekostet.

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    Stützpunkt Hmeimim (Syrien), Wladimir Putin, Syrien, Russland
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