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    Ein Hut in Farben der Russischen Flagge (Symbolfoto)

    Osteuropa geht auf Putins Seite Medien

    © Sputnik/ Alexey Danichev
    Politik
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    Die Absicht des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump, Russland beim Handel und beim Ausbau der Beziehungen zu anderen Ländern nicht zu behindern, kann bedeuten, dass immer mehr Spitzenpolitiker Osteuropas ihre strategischen Kontakte zu Moskau weiterentwickeln werden, wie die britische Zeitung Daily Mail am Montag schreibt.

    Etwa 25 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ genieße die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin immer mehr Unterstützung bei den osteuropäischen Staaten.   Zwei Länder — Bulgarien und Moldawien —  „scherzen“ bereits mit Moskau.

    Bei den Präsidentschaftswahlen in Bulgarien und Moldawien hatten russlandfreundliche Kandidaten gewonnen. Laut der Zeitung ist dies darauf zurückzuführen, dass die osteuropäischen Länder unter den 2014 nach dem Krim-Betritt gegen Russland verhängten Sanktionen leiden. 

    Solchen Ländern wie Moldawien, Bulgarien und der Slowakei, die immer ihre Waren nach Russland exportiert haben, sei dadurch ein beträchtlicher Wirtschaftsschaden zugefügt worden, so Daily Mail.    

    Alexander Pogorelski, Direktor des Moskauer Osteuropa-Instituts, vertritt aber die Auffassung, dass die Loyalität der Spitzenpolitiker Osteuropas nur einen zeitweiligen Charakter habe.

    Das globale Problem besteht ihm zufolge darin, dass die Menschen der alten Eliten müde sind, und diejenigen, die neue Ideen unterbreiten, die Aufmerksamkeit der einfachen Menschen auf sich ziehen. All diese Stimmungen seien nur nichts anderes als ein Versuch,  die Wähler zu gewinnen. Sodass alle russlandfreundlichen Stimmungen nach der Amtseinführung der neu gewählten Präsidenten auch verschwinden könnten.

    Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Moldawien hatte der Chef der Sozialistischen Partei, Igor Dodon, mit 52,29 Prozent der Stimmen den Sieg errungen.

    Auch in Bulgarien ist der frühere Luftwaffenkommandeur Rumen Radew bei der Stichwahl um das Präsidentenamt mit 59,35 Prozent der Stimmen Spitzenreiter geworden.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014 nachhaltig belastet. Die EU und die USA haben die anfangs gegen natürliche Personen und einzelne Unternehmen verhängten Sanktionen auf ganze Sektoren der russischen Wirtschaft ausgedehnt. Russland reagierte mit Einschränkungen der Lebensmittelimporte aus jenen Ländern, die diese Sanktionen unterstützten. Eine nächste Verlängerung der antirussischen Sanktionen durch die EU ist im Januar 2017 vorgesehen.