12:56 26 September 2017
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    Experte in Moskau sieht keine Gefahr von „Kolonisierung“ Russlands durch China

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    Politik
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    Die Gefahr einer „Kolonisierung“ Russlands durch das benachbarte China ist aus Expertensicht zu stark übertrieben. „Ich würde von einer Dämonisierung Chinas lieber absehen“, sagte der Chef der föderalen Behörde für die Angelegenheiten der Nationalitäten Russlands, Igor Barinow, am Montag in Moskau.

    Den Vorwurf der Dämonisierung Chinas richtete er auf dem Jugendforum „Patriot“ vor allem an Fachleute in den Bereichen Ethnographie und Ethnosoziologie. „Man spricht dauernd von irgendwelcher Gefahr. Können Sie mir denn zeigen, wo sie lauert? Wen hat China in seiner viele Jahrhunderte langen Geschichte kolonisiert?“, fragte Barinow.

    „Peking ist nicht einmal in der Lage, seit 1949 mit Taiwan klarzukommen. Sie (Chinesen) versuchen nie, die Politik dort zu beeinflussen, wo sie präsent sind. Sie lassen sich schwer assimilieren, das stimmt. Sie gründen eigene Enklaven, deren Aktivitäten aber nicht nach außen gerichtet sind.“

    Er denke, dass Russland den chinesischen Faktor mit berücksichtigen soll. Aber eine Gefahr für Russland sehe er nicht. „China sollte ausschließlich als ein strategischer Partner aufgefasst werden“, sagte der Experte.

    An dem von der föderalen Behörde für die Angelegenheiten der Nationalitäten veranstaltete Forum „Patriot“ nahmen rund 150 junge Fachkräfte im Bereich ethnischer Beziehungen. Beim Forum waren alle Föderationsbezirke Russlands vertreten.

     

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    Tags:
    Kolonisierung, Kritik, Igor Barinow, Russland, China
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