13:40 31 März 2020
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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Das US-Außenministerium hat seine Bürger vor einer erhöhten Gefahr von Terrorangriffen in Europa gewarnt, wie die Behörde in ihrem offiziellen Facebook-Account mitteilt.

    „Verlässliche Informationen weisen darauf hin, dass die Terrormiliz Daesh (IS, auch Islamischer Staat), das Netzwerk Al-Qaida und deren Ableger mit Fokus auf die bevorstehende Weinachtzeit und damit verbundene Veranstaltungen Anschläge in Europa planen“, heißt es in der Mitteilung.

    Die US-Bürger müssten damit rechnen, dass die Extremisten oder auch einzelne Radikalen während dieser Zeit ohne oder mit knapper Vorwarnung zuschlagen könnten.

    „Terroristen können nach verschiedenen Taktiken vorgehen, wobei sie sowohl traditionelle als auch unkonventionelle Waffen nutzen. Ihr Ziel sind sowohl das öffentliche als auch das private Interesse“, heißt es von der Behörde.

    Deshalb sollten die amerikanischen Bürger besonders wachsam sein, wenn sie zur Weihnachtszeit Feste, Veranstaltungen und Märkte besuchten, ebenso bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Gebetsstätten, Restaurants und Hotels.

    Die europäischen Regierungen setzten derweil ihren Anti-Terror-Kampf fort. Die USA arbeiteten dabei aktiv mit ihren europäischen Kollegen zusammen, verlautete es aus Washington: „Die USA und ihre europäischen Partner tauschen regelmäßig Informationen aus, um Terrorabsichten aufzudecken, Maßnahmen gegen Terroristen zu ergreifen und die Bürger vor potenziellen Gefahren zu schützen.“

    Am 24. Juli war am Rande eines Musikfestivals im bayerischen Ansbach ein Sprengsatz explodiert. Eine Person – der mutmaßliche Attentäter selbst – ist dabei ums Leben gekommen, mindestens elf wurden verletzt. Am 22. Juli hatte ein 18-jähriger Deutsch-Iraner neun Besucher eines Einkaufzentrums in München erschossen. Am 18. Juli hatte ein 17-jähriger Afghane mit einer Axt Passagiere in einem Regionalzug bei Würzburg angegriffen.

    Auch in Belgien hatte es im März schwere Anschläge gegeben: Am 22. März waren bei den Anschlägen auf den Flughafen und die U-Bahn in Brüssel 32 Menschen getötet und rund 340 verletzt worden. Zwei Bomben explodierten am Brüsseler Flughafen, eine weitere in der U-Bahnstation Maelbeek in der Nähe des EU-Viertels. Zu den Anschlägen bekannte sich die Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS), die mehrere Gebiete im Irak und in Syrien kontrolliert.

    Am 13. November 2015 hatten drei Terroristengruppen Paris attackiert. Bei den Explosionen am Stadion Stade de France, einer Massengeiselnahme in der Konzerthalle Bataclan und Schüssen auf mehrere Cafés waren mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 350 weitere wurden verletzt. Zu der größten Terrorattacke in der Geschichte Frankreichs bekannten sich die Dschihadisten des sogenannten Islamischen Staates (IS, auch Daesh), die weite Gebiete Syriens und des Irak kontrollieren.

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    Touristen, Terroristen, Terrorgefahr, Terrormiliz Daesh, US-Außenministerium, Europa