11:44 12 Dezember 2019
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    Ein Bild von Baschar Assad

    Holt Trump eine Assad-Sturz-Gegnerin in seine Administration?

    © AFP 2019 / Louai Beshara
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    Die US-Kongressabgeordnete Tulsi Gabbard hat gute Chancen auf einen Platz in der Administration des neuen US-Präsidenten Donald Trump, wie eine Quelle aus dessen Team am Dienstag gegenüber dem TV-Sender ABC News sagte. Gabbard ist für ihre Kritik an der aktuellen US-Außenpolitik bezüglich des syrischen Staatschefs Baschar al-Assad bekannt.

    US-Flagge in Nordsyrien (Archivbild)
    © AFP 2019 / Delil Souleiman
    Demnach soll die Kandidatur der 35-jährigen Gabbard, die im US-Kongress den Bundesstaat Hawaii vertritt, für einen der Schlüsselposten wie Außen- oder Verteidigungsminister oder gar US-Botschafter bei der Uno „ernsthaft behandelt“ werden. Gabbard soll sich am Montag mit Trump in dessen New Yorker Residenz getroffen. Das Gespräch sei ausgezeichnet verlaufen, hieß es. 

    Zuvor hatte Gabbard die Pläne der aktuellen US-Administration kritisiert, den syrischen Präsidenten Baschar al-Asaad stürzen: „Eine Eskalation des Krieges in Syrien, die unter anderem die Einführung der sogenannten Flugverbotszone oder Sicherheitszone vorsieht, hätte für das syrische Volk, unser Land und die Welt katastrophale Folgen“, sagte sie damals.

    Eine Fortsetzung dieser Politik werde auch die Flüchtlingskrise nur weiter zuspitzen, die Positionen der Terroristen stärken sowie die USA und Russland in einen direkten Konflikt führen. Gabbard schlug für die USA  vor, sich auf innere Probleme und den Kampf gegen die Terroristen konzentrieren, die eine Bedrohung für das amerikanische Volk darstellten.

    Am 8. November war der republikanische Präsidentschaftskandidat und US-Milliardär Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt worden. Am 20. Januar 2017 wird Trump offiziell sein Amt antreten und damit Obama im Oval Office ablösen.

    Die USA streben bislang noch immer eine Entmachtung von Syriens Präsident Baschar al-Assad an und drohten ihm in den vergangenen Jahren mehrmals mit militärischer Gewalt. Am 17. September bombardierte die US-gesteuerte Militärkoalition im Raum Deir ez-Zor die syrischen Regierungstruppen — angeblich aus Versehen — und tötete dabei mehr als 60 Soldaten.

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    Tags:
    US-Administration, US-Kongress, Barack Obama, Baschar al-Assad, Donald Trump, Tulsi Gabbard, Syrien, USA