20:32 30 März 2017
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    Donald Trumps Anhänger bei der Verkündung vorläufiger Wahlergebnisse

    Electoral College: Demokraten flehen um Abwahl Trumps

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    Donald Trump wird US-Präsident (182)
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    Mindestens sechs Wahlmänner von der Demokratischen Partei der USA haben ihre Kollegen von der Republikanischen Partei dazu aufgerufen, den designierten Präsidenten Donald Trump abzuwählen. Das berichtet die US-Zeitung „Politico“ in ihrer Onlineausgabe.

    Der Vorschlag kam hauptsächlich von Bernie Sanders‘ Anhängern, der beim Wahlrennen von Hillary Clinton geschlagen wurde. Dem Blatt zufolge sind sich die Initiatoren der Idee darüber im Klaren, dass es kaum gelingt, 37 republikanische Wahlmänner zu diesem Schritt zu bewegen und das Wahlergebnis de facto nichtig zu machen. Sollten 37 Wahlmänner ihre Stimmen nicht für Trump abgeben, wird über den neuen Präsidenten von Kongressabgeordneten entschieden.

    „Zum Nebeneffekt dürfte aber eine ernsthafte Prüfung der Zweckmäßigkeit des Wahlmänner-Instituts werden. Ich hoffe darauf“, sagt Michael Baca, Wahlmann von Colorado und einer der Anführer der Anti-Trump-Bewegung.

    „Wenn wenigstens zehn Trump-Wahlmänner gegen ihn votieren, dann werden Menschen darauf aufmerksam. Aber bislang hat es so viel unehrliche Wahlmänner nie gegeben“, sagt Professor George Edwards III. von der Universität A&M (Texas).

    Laut US-Gesetz dürfen die Wahlmänner im Prinzip nach ihrem Gutdünken abstimmen. Aber de facto geben sie ihre Stimmen so, wie sie von Bürgern des jeweiligen Bundesstaates beauftragt wurden. Es kam nur selten vor, da Wahlmänner anders gestimmt hatten als erwartet. Dieser Betrug bedeutete ein Ende ihrer politischen Laufbahn.

    Das Wahlmännerkollegium stimmt am 19. Dezember ab. Die Amtseinführung des 45. US-Präsidenten ist für den 20. Januar 2017 angesetzt.

     

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    Wahlmänner, Abwahl, Appell, Donald Trump, USA
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    Alle Kommentare

    • sanpodon
      Es ist ein im "demokratischen Westen" zunehmend anzutreffendes Phänomen, dass die besonders lupenreinen Superdemokraten hemmungslos Gesetze und demokratische Spielregeln ignorieren und verächtlich machen, wenn die Ergebnisse demokratischer Vorgänge ihren Interessen im Weg stehen.

      Wenn sie aufgrund ihrer Position dazu in der Lage sind, scheuen sie auch nicht davor zurück, die Gesetze der Demokratie durch klaren Machtmissbrauch aushebeln,

      Was aber noch viel schlimmer ist, ist das Mitläufertum!
    • avatar
      rkunz
      Es ist leider nicht ganz auszuschliessen, dass die Amtseinsetzung Trumps noch verhindert wird. Die Folgen sind nicht absehbar. Es ist aber auch möglich, dass mit dieser Drohung erreicht werden soll, dass Trump seinen politischen Kurs noch der NWO-Agenda gedrängt werden soll und dazu gezwungen werden soll, entsprechende Schlüsselminister zu ernennen...

      Was Herr Sanders betrifft, der hat sich nun definitiv als verlogener Wendehals entlarvt. Vor ein paar Tagen hat er Trump noch seine Unterstützung zugesagt, nun übt er sich erneut in Kabbalistik.
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