04:40 23 November 2017
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    Sputnik warnt nach umstrittener Medien-Resolution vor EU-Staatszensur

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    Nachdem das Europaparlament seine umstrittene Entschließung gegen russische Medien angenommen hat, warnt die Nachrichtenagentur Sputnik nun die Europäische Union vor der Einführung von Staatszensur.

    „Sputnik ruft die EU dazu auf, keine Staatszensur zuzulassen“, erklärte das Presseamt der internationalen Nachrichtenagentur am Mittwoch. „Die Entschließung der EU ist eine direkte Verletzung der Medienfreiheit und der Menschentrechte.“

    Sputnik appelliert an die Vereinten Nationen, die Unesco und OSZE, an „Reporter ohne Grenzen“ sowie an diverse Mediengruppen und Gewerkschaften, „Solidarität zu zeigen und gegen diese zum Himmel schreiende Diskriminierung und Zensur aufzutreten.“

    „Wir rufen die internationale Mediengemeinschaft als deren vollberechtigtes Mitglied auf, sich mit uns zu solidarisieren, (…) um die Werte von Freiheit und Demokratie zu schützen“, heißt es aus dem Presseamt. Hier geht's zur Sputnik-Erklärung in voller Länge >>

    Das Europaparlament hat am Mittwoch seinen Entwurf „Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken“ verabschiedet. Darin wird Russland unterstellt, politische Parteien und andere Organisationen in der EU finanziell zu unterstützen – „mit der Absicht, den politischen Zusammenhalt zu schwächen“. Die Berichterstattung russischer Medien wie Sputnik oder RT wird in dem Entwurf mit Propaganda der islamistischen Terrororganisationen IS/Daesh und Al-Qaida gleichgesetzt.

    Die seit 2014 bestehende Nachrichtenagentur Sputnik unterhält Redaktionen in Dutzenden von Ländern, die Radio- und multimediale Inhalte und in mehr als 30 Sprachen anbieten. Zudem bringt Sputnik rund um die Uhr Newsticker auf Englisch, Arabisch Spanisch und Chinesisch heraus.

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    Tags:
    RT, EU-Parlament, Sputnik, Europäische Union, Russland
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