23:59 20 November 2017
SNA Radio
    Sputnik

    Sputnik ruft EU zu Widerstand gegen staatliche Zensur auf

    © Sputnik/ Igor Russak
    Politik
    Zum Kurzlink
    19417214710

    Die Nachrichtenagentur Sputnik ruft europäische und amerikanische Organisationen, die sich für die Medienfreiheit engagieren, auf, Maßnahmen zur Vorbeugung der Folgen der Resolution „Strategische Kommunikationen der EU als Widerstand der Propaganda Dritter“ zu ergreifen, die am 23. November 2016 vom EU-Parlament verabschiedet wurde.

    Ein entsprechendes Schreiben mit der Unterschrift der Chefredakteurin Margarita Simonjan wurde an internationale Organisationen verschickt, darunter an die UNO, die UNESCO und „Reporter ohne Grenzen“. Die Resolution hat zum Ziel, die Pressefreiheit in der EU zu beschränken und dementsprechend einige Medien, darunter Sputnik, zur Einstellung ihrer Arbeit in Europa zu zwingen.

    In dem Schreiben von Sputnik heißt es unter anderem: „Die Resolution versetzt einen direkten Schlag gegen eine ganze Reihe von angesehenen Medien, darunter gegen die Nachrichtenagentur Sputnik, und hat die Einstellung ihrer Arbeit in der EU zum Ziel. Noch mehr als das: Diese Resolution widerspricht direkt den eigenen Normativen der EU auf den Gebieten Menschenrechte und Medienfreiheit, darunter dem Artikel 19 des Internationalen Paktes über Bürger- und politische Rechte, dem Artikel 11 der EU-Charta über Grundrechte und der EU-Resolution vom 11. Dezember 2012 zur Erarbeitung der Strategie der digitalen Freiheit in der EU-Außenpolitik.“

    Der Pressedienst der Nachrichtenagentur Sputnik kommentierte die Verabschiedung der Resolution wie folgt: „Die Resolution ist eine direkte Verletzung der Medienfreiheit und Menschenrechte. In diesem Zusammenhang wandten wir uns an eine ganze Reihe von europäischen und amerikanischen Organisationen, darunter an die UNO, die UNESCO, die OSZE und „Reporter ohne Grenzen“, sowie an zahlreiche Mediengruppen und Gewerkschaften mit dem Aufruf, Solidarität zu zeigen und gegen diese empörende Diskriminierung und Zensur aufzutreten. Wir rufen die internationale Mediengemeinschaft, deren vollberechtigtes Mitglied Sputnik ist, auf, sich uns anzuschließen und ihre Meinung zu dieser Frage zu äußern und die Werte der Freiheit und Demokratie zu verteidigen.“

    Die Resolution enthält eine ganze Reihe von unbegründeten Beschuldigungen, indem darin unter anderem die Arbeit solcher Medien wie Sputnik mit den Aktivitäten der terroristischen Gruppierung IS verglichen wird. Als globale Medienmarke und angesehene Informationsquelle hält Sputnik einen solchen Vergleich für sinnlos und absurd.  In einem Kommentar zu diesem Vergleich sagte der französische EU-Parlamentarier Jean-Luc Schaffhauser: „Der Autor der Resolution sollte sich dafür schämen, dass er eine Parallele zwischen Russland und dem IS gezogen hat. Russland ist ein Rechtsstaat, während der IS eine terroristische Organisation ist. Sie haben absolut nichts Gemeinsames.“

    Sputnik (sputniknews.com) ist eine Nachrichtenagentur und Rundfunkanstalt mit multimedialen Informations-Hubs in Dutzenden von Ländern. Sputnik umfasst Webseiten in mehr als 30 Sprachen, analogen und digitalen Rundfunk, mobile Apps und Seiten in sozialen Netzwerken. Die Nachrichtenticker laufen im 24/7-Betrieb auf Englisch, Arabisch, Spanisch und Chinesisch.

    Zum Thema:

    „Zensur“: Prag verweigert Akkreditierung für Rossiya Segodnya-Reporter
    Russischer Sender RT weist britischen Vorwurf als"Zensur pur" zurück
    Tags:
    RT, Europaparlament, Sputnik, Europäische Union, Europa, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren