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22:15 19 August 2019
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    Nord Stream in Deutschland

    Nord Stream 2 – ist der Weg wirklich „Politiker-frei“?

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    Politik
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    Die Bundesregierung kann der geplanten Nord-Stream-2-Pipeline keine Hürden in den Weg stellen, wie Ursula Borak, Abteilungsleiterin für Internationale Energiepolitik des Bundeswirtschaftsministeriums, am Rande des internationalen Forums für Energieeffizienz und Energieentwicklung „ENES 2016“ in Moskau gegenüber der Presse sagte.

    Aus Sicht der Bundesregierung,  gehöre das Projekt den Unternehmen und nur diese könnten darüber entscheiden, ob es stillgelegt werde oder nicht. Von Seiten der Politik werde es keine Einmischung geben, betonte Borak am Rande des Forums.

    Am 28. Oktober hatte die EU-Kommission bekräftigt, dass sie Gazprom erlaubt habe, die Kapazitäten der OPAL-Pipeline, die die Nord Stream-Pipeline mit Mittel- und Westeuropas verbindet, in größerem Umfang zu nutzen. Ursprünglich durfte Gazprom nur 50 Prozent der OPAL-Kapazitäten nutzen und nicht mehr als 18 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr in diese Pipeline pumpen. Laut der Entscheidung der EU-Kommission kann Gazprom nun an Auktionen zur Auslastung dieser Pipeline teilnehmen, was bedeutet, dass der Konzern für weitere 7,7 bis 10,2 Milliarden Kubikmeter Gas Zugang zur Pipeline bekommen wird. Das sind zusätzlich 21,4 bis 28,3 Prozent der Pipeline-Kapazitäten.

    Derzeit plane Gazprom zwei neue Gaspipelines nach Europa zu verlegen, den eine zweite Verbindung über die Ostsee (Nord Stream 2) und den South Stream über das Schwarze Meer. Beide sollen die Ukraine als für Gazprom zunehmend geltendes Transitland umgehen. Das alte Transit-Abkommen mit Kiew läuft 2019 ab.

     

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    Tags:
    Gas-Pipeline, Gaslieferungen, Nord Stream 2, OPAL-Gasleitung, Opal, Nord-Stream-2, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, EU-Kommission, Deutschland, Moskau, Russland