SNA Radio
    Lage in Damaskus

    Symptome des Wandels: Trumps Sohn trifft „Assad-freundliche“ Syrien-Experten

    © Sputnik / Ilya Pitalev
    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
    1592

    Der Sohn des designierten US-Präsidenten Donald Trump hat sich vor der Präsidentenwahl am 11. Oktober im Ritz-Hotel in Paris mit einer russlandfreundlichen Expertengruppe getroffen, um die Regelung der Syrien-Krise zu besprechen, wie die Zeitung „The Wall Street Journal“ am Donnerstag schreibt.

    Trump Junior hat demnach mit einer Gruppe aus Diplomaten, Geschäftsleuten und Politikern über die Zusammenarbeit der USA mit Russland bei der Konfliktlösung in Syrien und deren jüngste Einstellung gesprochen. 

    Laut WSJ waren in der Expertengruppe Fabien Baussart und seine Ehefrau Randa Kassis, die Leiterin der syrischen oppositionellen „Bewegung für eine pluralistische Gesellschaft“,  der Auffassung, dass es nur gemeinsam mit Syriens Präsident Baschar al-Assad möglich sei, dem Syrien-Krieg ein Ende zu setzen. Dieselbe Meinung äußerte auch immer wieder Moskau. Kassis gab an, Trump Junior habe sich als pragmatischer und flexibler Politiker  erwiesen. 

    Trumps Vertraute und die frühere Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway bestätigte ein Expertentreffen in Paris, allerdings kein Gespräch zwischen Trump Junior und Kassis. Laut dem Blatt waren bei dem Treffen im Ritz-Hotel unter anderem der türkische Ex-Präsident Abdullah Gül, UN-Ex-Generalsekretär Kofi Annan sowie James Rubin, ehemaliger Sprecher des US-Außenministeriums, anwesend.

    Das WSJ behauptet gleichzeitig, Kassis würde direkt vom Kreml unterstützt. Kassis gilt als Führerin der gemäßigten syrischen Opposition, die Assad anerkennt.

    Zuvor hatten Russlands Präsident Wladimir Putin und sein designierter Amtskollege Donald Trump bei ihrem Telefonat die bilateralen russisch-amerikanischen Beziehungen sowie die Regelung der Syrien-Krise besprochen. Unter Barack Obama haben die Beziehungen zwischen den USA und deren Verbündeten einerseits und Russland andererseits offenbar ihren Tiefpunkt seit dem Kalten Krieg erreicht.

    Bei der Präsidentschaftswahl am 8. November 2016 wurde der Unternehmer Donald Trump zum neuen US-Präsidenten gewählt. Er wird Obama voraussichtlich am 20. Januar 2017 ablösen.

    In Syrien tobt seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt zwischen der Regierung und der militanten Opposition. UN-Schätzungen zufolge hat der Bürgerkrieg in Syrien bereits mehr als 150 000 Menschen das Leben gekostet.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)

    Zum Thema:

    Zerwürfnis mit Moskau: „Die Syrien-Krise ist ein Stein am Hals des US-Einflusses“
    Libanesischer Politiker: Nach Trumps Wahl ist Lösung der Syrien-Krise näher denn je
    Moskau fordert: Syrien-Krise durch Dialog mit Teilnahme von Kurden beilegen
    Uno-Generalsekretär erörtert mit Putin Russland-US-Dialog zur Syrien-Krise
    Tags:
    Zusammenarbeit, Treffen, UN, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, James Rubin, Kofi Annan, Abdullah Gül, Randa Kassis, Fabien Baussart, Donald Trump Jr, USA, Syrien