09:55 06 Juni 2020
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    Der ehemalige Premier Frankreichs und potentielle Präsidentschaftskandidat Alain Juppé hat sich bei den Vorwahl-Debatten über Unterstützung ereifert, die seinem Rivalen Francois Fillon angeblich vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zuteilwerde.

    „Ich war ein wenig überrascht, da aus meiner Sicht zum ersten Mal bei den Debatten während der Präsidentschaftswahlen in Frankreich der russische Staatschef seinen Kandidaten ausgewählt hat“, so Juppé.

    Fillon antwortete darauf, dass er keine direkte Unterstützung seitens Putin erkennen könne. „Ich habe von keiner direkten Unterstützung, wohl aber gute Wörter auch in Bezug auf Alain Juppé gehört“, sagte der ehemalige Premierminister.

    „Ja, wir haben (mit Putin – Anm. d. Red.) zusammen gearbeitet. Ich war fünf Jahre lang französischer Premierminister, und er der russische. Das war unser Verhältnis“, betonte Fillon. Putin sei ein „großer Profi“, der „sich von anderen Staatchefs klar abhebt“.

    Zuvor hatte Putin gesagt, dass Moskau die Erklärungen beider Präsidentschaftsbewerber der französischen Konservativen, François Fillon und Alain Juppé, über deren Absicht, die Beziehungen zu Russland wiederherzustellen, begrüße. Dabei bezeichnete Putin Fillon, der die erste Runde der parteiinternen Vorwahl gewonnen hatte, als einen harten Unterhändler. „Er ist zweifelsohne ein Profi höchster Güte und ein ehrenhafter Mensch“, so der russische Staatschef.

    Auch Juppé hatte seinerseits deutlich gemacht, dass er für eine Annäherung an, auch in Sicherheitsfragen, auftritt. Allerdings wolle er niemals den Beitritt der Krim zu Russland anerkennen. Fillon zufolge muss diese Frage durch Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland gelöst werden.

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    Tags:
    TV-Debatte, Präsidentschaftswahlen, Unterstützung, Beziehungen, François Fillon, Alain Juppé, Wladimir Putin, Frankreich