23:36 17 November 2019
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    Kunaschir (Kurilen-Inseln)Japans Außenminister Fumio Kishida

    Russlands Raketen auf Kurilen – In Japan folgt auf Bedauern Protest

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    Japan hat Moskau wegen der Stationierung russischer Raketenkomplexe auf den Südkurilen eine Protest-Note gesandt, wie der Außenminister des Landes, Fumio Kishida, bei der Sitzung des Sicherheitskomitees der ersten Kammer des japanischen Parlaments mitteilte.

    „Ich hoffe, Sie verstehen, dass wir Protest erhoben haben“, wird der Minister von der Agentur Kyodo zitiert.

    Zuvor war berichtet worden, dass der japanische Premierminister Shinzo Abe sein Bedauern über die Stationierung von Raketenkomplexen durch Russland auf den Kurilen-Inseln geäußert habe. „Wir haben über die diplomatischen Kanäle unser Bedauern übermittelt, da dies nicht unserer Position entspricht“, hieß es weiter.

    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hatte am Vortag erklärt, die Stationierung der Seezielflugkörper vom Typ Bal und Bastion auf den Kurilen-Inseln sei im Rahmen planmäßiger Vorkehrungen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit erfolgt.

    Am Dienstag hatte die offizielle Zeitung der Pazifikflotte „Bojewaja Wachta“ berichtet, dass die Startvorrichtungen des Typs Bastion auf der Insel Iturup bereits in Dienst seien. Vorrichtungen des Typs Bal würden unterdessen auf der benachbarten Insel Kunaschir stationiert. Die beiden Militäreinheiten gehören der 72. Küsten-Raketenbrigade an. Noch vor Jahresende sollen Schießübungen stattfinden.

    Die Beziehungen zwischen Russland und Japan waren jahrelang vom Fehlen eines Friedensabkommens belastet. Tokio beansprucht einige Kurilen-Inseln, die nach dem Zweiten Weltkrieg gemäß den Beschlüssen der Konferenz von Jalta (Februar 1945) an die Sowjetunion gefallen waren. Im Oktober dieses Jahres schlug der japanische Regierungschef Shinzō Abe Wladimir Putin vor, die Verhandlungen zu einem Friedensvertrag voranzutreiben. Putin reist am 15. Dezember zu einem zweitägigen Besuch nach Japan.

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    Raketenkomplex, Stationierung, Protest, Bedauern, Shinzo Abe, Fumio Kishida, Kurilen, Japan, Russland