09:01 20 August 2018
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    Fahrzeuggestützte Langstreckenraketen Topol-M

    Nato bald wieder im Visier russischer Atomraketen? Kreml kommentiert

    © Sputnik / Mikhail Fomichev
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    Als nachvollziehbar hat der Kreml die Position des Senators Franz Klinzewitsch bezeichnet, der zuvor gedroht hatte, Russland würde als Reaktion auf die Expansion der Nato deren Infrastruktur mit seinen Atomraketen ins Visier nehmen.

    Russischer eisenbahngestützter Raketenkomplex BZRK
    © Foto : Pressedienst der Strategischen Raketentruppen Russlands
    „Laut unserer Verfassung ist es nicht die Aufgabe der Gesetzgeber, die Außenpolitik zu bestimmen, sondern die des Präsidenten“, sagte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Freitag. Er selbst aber habe Verständnis für Klinzewitschs Reaktion auf die militärische Expansion der Nato.

    „Unsere Gesetzgeber haben ein Recht auf eigene Meinung. Sie reagieren lebhaft auf die internationalen Ereignisse, auf das Heranrücken der Nato an die russischen Grenzen, auf die Expansion der militärischen Infrastruktur. Deshalb ist eine solche Position durchaus verständlich“, sagte Peskow.

    Klinzewitsch vom Verteidigungsausschuss des Föderationsrates (russisches Parlaments-Oberhaus) hatte am Donnerstag eine „harte Antwort“ auf die „Aggressivität der Nato“ versprochen. Weil „die Nato versucht, immer neue Staaten in ihren Bann zu ziehen, werden wir unsere Waffen, darunter auch Atomwaffen, auf sämtliche uns gefährdende Objekte der Allianz ausrichten, wo sich diese auch befinden mögen“, lautete sein Kommentar.

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    Tags:
    NATO, Dmitri Peskow, Russland
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