11:00 20 August 2018
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    Donald Trump, Jr.Randa Kassis

    Syrische Oppositionelle diskutiert mit Donald Trump Jr. neue Verfassung Syriens

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    Die Teilnehmer des Treffens mit dem Sohn von Donald Trump, das vor der US-Präsidentschaftswahl stattfand, haben eine neue syrische Verfassung als ein Mittel zur Regelung der Syrien-Krise behandelt. Darüber sprach die Chefin der syrischen oppositionellen „Bewegung für eine pluralistische Gesellschaft“, Randa Kassis, in einem Interview mit Sputnik.

    Zuvor hatte die Zeitung „The Wall Street Journal" berichtet, dass Donald Trump Junior im Oktober an einer privaten Veranstaltung teilgenommen habe, bei der die Suche nach Lösungen des syrischen Konflikts und eine entsprechende mögliche Zusammenarbeit mit Russland besprochen worden seien. Gastgeber des Treffens  war die französische Denkfabrik „The Center of Political and Foreign Affairs", geleitet von Kassis Ehemann, Fabien Baussart.

    Nach eigenen Angaben fasste Kassis bei dem Treffen ihre Wahrnehmung der Situation in Syrien zusammen und fügte  hinzu, der Rücktritt von Bashar al-Assad sei für sie, anders als für die sogenannte „Plattform von Riad", kein entscheidendes Moment.

    „Das entscheidende Moment sind für uns die Verfassung und die drin stehenden Vollmachten des Präsidenten. Der Präsident hat  momentan alle Befugnisse, um der Herrscher von Syrien, der Herr der vollziehenden und der gesetzgebenden Gewalt zu sein. Wir wollen sie voneinander trennen und dem Präsidenten einen größeren Teil seiner Befugnisse entziehen, sei es Bashar al-Assad oder irgendein anderer", so Kassis.

    Die neue syrische Verfassung solle „modern und  laizistisch" sein und alle Bürger, unabhängig  von  ihrer Herkunft oder Religion, gleich behandeln, sagte Kassis. All das habe sie  mit dem Sohn des zukünftigen US-Präsidenten besprochen. 

    „Das habe ich im Gespräch mit Donald Trump Junior angesprochen, wie wir das erreichen und den religiösen und ideologischen Radikalismus bekämpfen können. Unser Problem in Syrien ist  größer als Bashar al-Assad", so Kassis weiter.

    Die Oppositionspolitikerin präzisierte  nicht, was Donald Trump Junior ihr geantwortet hatte, betonte aber, er habe bei diesem Gespräch ein „vollständiges Verständnis" der Lage an den Tag gelegt, „vielleicht ein größeres, als es bei einigen Politikern in der heutigen Administration der Fall ist, das Verständnis des Themas Naher Osten und all  der Momente, die wir angesprochen haben", sagte sie.

    Die erwachsenen Kinder von Donald Trump, Donald Jr., Eric und Ivanka hatten aktiv an seinem Wahlkampf teilgenommen und gelten als nächste Berater ihres Vaters.

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    Verfassung, Syrien-Regelung, Randa Kassis, Donald Trump Jr, Baschar al-Assad, Paris, Syrien, USA, Frankreich, Russland
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