12:18 22 Oktober 2018
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    Totschka-U: Ballistische Raketen dieses Typs hat die Ukraine von der Sowjetunion geerbt

    Russische Luftfahrtbehörde schlägt Alarm: Ukraine plant Raketenübung über Krim

    © Foto : press-service of Eastern military district of Russia
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    Die Ukraine plant nach russischen Angaben eine militärische Schießübung mit Raketen im russischen Luftraum über der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazija schlägt Alarm: Die einseitig beschlossene Militärübung gefährdet zivile Maschinen.

    Rosaviazija teilte am Freitag mit, von der Ukraine am Donnerstag ein NOTAM, eine Gefahrenbenachrichtigung für Luftfahrer, erhalten zu haben. Darin werde vor aktiven Gefahren für den Luftverkehr über der Krim wegen einer ukrainischen Raketenübung am 1. und 2. Dezember gewarnt.
    Die Warnung beziehe sich auf das Fluginformationsgebiet Simferopol, Hauptstadt der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim. Rosaviazija verweist darauf, dass die Ukraine ihre Entscheidung mit Russland nicht einmal abgestimmt habe.

    Das Vorgehen der ukrainischen Seite verstoße gegen das Chicagoer Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt von 1944 und gefährde den internationalen Luftverkehr in der Region, warnte die Behörde. „Die Ukraine hat einseitig beschlossen, ihre Schießübung im souveränen Luftraum Russlands durchzuführen, und damit sämtliche internationale Abkommen verletzt.“

    In dem Luftraumgebiet, in dem die Ukraine laut Rosaviazija ihre Raketen abfeuern will, „fliegen auch Flugzeuge und Staatsmaschinen“. Versuche, Luftverbote im russischen Luftraum zu verhängen, seien inakzeptabel. Eine Stellungnahme der ukrainischen Seite liegt nicht vor.

    Das ukrainische Militär hatte bereits 2001 bei einer Übung eine russische Passagiermaschine mit einer Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk abgeschossen. Alle 78 Insassen des Tupolew-154-Flugzeugs, das von Tel Aviv nach Novosibirsk unterwegs war, kamen ums Leben.

    In der vergangenen Woche hat die Ukraine nach eigenen Angaben erfolgreich eine neue Rakete getestet. Staatschef Poroschenko zeigte sich stolz auf die neue Waffe, die eine Reichweite von 60 Kilometern haben soll. Präsidentenberater Birjukow drohte der russischen Marine mit der "todbringenden“ Waffe.

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