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17:55 21 Oktober 2019
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    Türkischer Panzer auf dem Weg  nach syrischem Dscharabulus

    „Demokratische Kräfte Syriens“: Türkei will Militärbasis in Syrien bauen

    © AFP 2019 / BULENT KILIC
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    Die Türkei hat im Rahmen ihrer Aktivitäten zum Fußfassen in Syrien die Vorbereitung zum Bau einer Militärbasis in der Siedlung Aktarin und im Dorf Edle im Raum zwischen Azaz und Al-Bab im Norden Syriens begonnen, wie Zekeriya Abdulmecit von der „Revolutionären Armee“ im Bestand der „Demokratischen Kräfte Syriens“ Sputnik Türkei sagte.

    „Nach Angaben aus zuverlässigen Quellen beabsichtigt die Türkei zur Festigung ihrer Positionen den Bau eines Militärstützpunktes auf syrischem Territorium im Raum der Ortschaften Aktarin und Edle. Gegenwärtig verlegt die Türkei zusätzliche Kräfte in den Raum Aktarin, es bringt hier Soldaten seiner Spezialeinheiten unter“, sagte Abdulmecit im Interview mit Sputnik.

    Seit dem Beginn der Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ hat die Türkei ihre militärische Präsenz in Syrien ausgebaut. Den Meldungen zufolge hat sie angesichts der erbitterten Zusammenstöße zwischen den „Demokratischen Kräften Syriens“ (SDF) und der Freien Syrischen Armee in den Raum der Ortschaften Azaz, Cobanbey und Aktarin, aber ebenso der Städte Dscharabulus und Al-Bab im Norden Syriens zusätzlich schwere Waffen und 200 Kämpfer der türkischen Eliteeinheit „Bordo Bereliler“ (dt. Diejenigen mit bordeauxroten Baretten) verlegt. 

    „Nachdem die Türkei Dscharabulus unter ihre Kontrolle gebracht hat, bemüht sie sich, hier ihren Einfluss auszudehnen. Ihre Hauptaufgabe sieht sie darin, uns daran zu hindern, die Straße von Afrin nach Manbidsch  unter unsere Kontrolle zu nehmen“, betonte Zekeriya Abdulmecit  von der „Revolutionären Armee“, die mit zu den „Demokratischen Kräften Syriens“ gehört.

    Die Armee der Türkei hatte am 24. August ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen den IS gestartet. Zusammen mit Kräften der syrischen Opposition hat sie die nordsyrische Grenzstadt Dscharabulus eingenommen und setzt ihre Offensive in südwestlicher Richtung fort. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht es um die Säuberung eines 5.000 Quadratkilometer großen Territoriums von den Terroristen, um dort eine Sicherheitszone für die Rückkehr der Flüchtlinge einzurichten. Damaskus verurteilte indes Ankaras Aktivitäten und stufte den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien als Verletzung der Souveränität des Landes ein.

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