14:44 10 August 2020
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    Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch hat die Organisatoren der Maidan-Proteste für den Verlust der Schwarzmeer-Halbinsel Krim verantwortlich gemacht. „Das Referendum über den Beitritt der Krim zu Russland war Resultat der Maidan-Provokation“, sagte Janukowitsch am Freitag auf einer Pressekonferenz im südrussischen Rostow am Don.

    Zwar bezeichnete er den Verlust der ukrainischen Hoheit über der Krim als „schlecht“ lobte zugleich die Position des russischen Staatschefs Wladimir Putin, der die russischsprachige Bevölkerung der Krim nicht im Stich lassen wollte.

    Er habe nicht daran gezweifelt, dass die Krim-Bewohner die Wiedervereinigung mit Russland befürworten würden. Nach dem Februar-Umsturz in Kiew (2014) hätten die Krim-Bewohner beschlossen, Schutz in Russland zu suchen. Reale Voraussetzungen für ein Referendum seien geschaffen worden. „Das war ein Resultat des Maidan. Die beim Referendum getroffene Entscheidung war vorprogrammiert gewesen“, sagte  Janukowitsch.

    Beim Referendum vom März 2014 hatten sich 96,77 Prozent der Bürger der damaligen Autonomen Republik Krim und 95,6 Prozent der Bewohner von Sewastopol für den Beitritt zum Staatsverband der Russischen Föderation ausgesprochen. Kiew betrachtet die Halbinsel weiterhin als sein Territorium, das „zeitweise okkupiert“ ist. Putin zufolge ist das Problem der Krim „endgültig und unwiderruflich“ gelöst.

     

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    Tags:
    Resultat, Maidan, Viktor Janukowitsch, Russland, Ukraine, Krim