20:36 30 März 2017
Radio
    Präsident der EU- Kommission Jean-Claude Juncker,und der russische Präsident Wladimir Putin (Archivbild)

    Juncker: Obama hat Russland schwer unterschätzt

    © Sputnik/ Michail Klimenteev
    Politik
    Zum Kurzlink
    1182525774262

    Jean-Claude Juncker hält dem scheidenden US-Präsidenten Barack Obama vor, eine schwere Fehleinschätzung in Bezug auf Russland gemacht zu haben. Obamas Definition, Russland sei lediglich eine Regionalmacht, bezeichnet der EU-Kommissionspräsident als falsch.

    Diese Einschätzung des amerikanischen Präsidenten sei ein großer Fehler gewesen, äußerte Junker in einem Interview mit dem TV-Sender Euronews. „Ich möchte mit Russland auf gleicher Augenhöhe diskutieren.“ Europa könne seine eigene Sicherheit nicht ohne Russland gewährleisten, betonte Junker. Deshalb sollte die EU Russland als einen gleichberechtigten Partner und eine „stolze Nation“ behandeln.

    Obama hatte im März 2014, kurz nach dem von den westlichen Staaten unterstützten Umsturz in der Ukraine, Russland als eine Regionalmacht verspottet. Zwei Monate vor dem Ablauf seiner Amtszeit als US-Staatschef würdigte Obama Russland jedoch als einen wichtigen Partner und eine militärische Supermacht mit weltweitem Einfluss.

    Der nationalistische Umsturz in der Ukraine hatte die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen schwer belastet. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauffolgende Referendum auf der von Russischstämmigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, wo eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland gestimmt worden war. 

    Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und auf ihr Drängen hin auch die Europäische Union in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln. Darüber hinaus stockten die USA und deren Nato-Partner ihr Militäraufgebot vor Russlands Grenzen wesentlich auf.

     

    Zum Thema:

    WP: „Harte Kerle aus Kreml“ schlagen Obama in Syrien
    Ukraine-Krise: Obama sieht sich nicht von Putin ausgetrickst
    Nato-Aufrüstung in Osteuropa: Berlin schickt Leopard-Panzer ins Baltikum
    Nato-Verstärkung im Schwarzen Meer – Deutschland macht mit
    Tags:
    Jean-Claude Juncker, Barack Obama, Europäische Union, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    • avatar
      richard.gerhard
      Und morgen verlängern wir die Anti-Rußlandsanktionen, dann ist es garantiert nicht mehr weit, bis zur Augenhöhe mit dem Präsidenten der RF.
    • Enkidu
      Der Hauptbefürworter der Sanktionen und jahrelange Rußlandhasser legt also jetzt die 180° Wende hin und macht Obama, dem er bisher in vorauseilendem Gehrosam versucht alles recht zu machen, Vorwürfe?
      Ist dem eine plötzliche Erleuchtung gekommen oder ist das ein verzweifelter Versuch sich bei Trump anzubiedern bevor der ihn abserviert?
    • avatar
      KARLSSEN
      Und was hat der Komiker Junker währenddessen gemeach?
      (Wer das nicht weiss, hat das EU-Warmluftproduzent die Sanktionen gegen Russland unterstützt.)
      Der Dr. Putin darf ihm direkt auf die verlogene Schnauze hauen, indem er ihm nämlich das vorhält, was der Junkers in der Tat ist (oder bald schon war).
    • avatar
      KARLSSEN
      Gebt dem Komiker eine Hebebühne für die gleiche Augenhöhe mit dem Dr. Putin.
      Das ist unglaublich, wie verbrecherisch prinzipienlos die EU-Politik ist. Wir sollten uns für unsere Vertreter der politischen "Eliten" schämen, selbst, wenn wir diese nicht gewählt haben.
    • ElitenSchreckAntwort anrichard.gerhard(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      richard.gerhard, ja er drinkt gerne einen über den Durst und je mehr er einen in der Birne hat, desto anhänglicher wird er bei Männern. Ich glaube nicht, dass seine Frau (sofern er eine hat), so viele Küsse kriegt wie all die Männer, die er täglich trifft. ;-)
    • avatar
      otto-remagenAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, Die EU und ihr "Flaggschiff" Merkel haben sich ja nicht nur auf Obama und seine Auftraggeber blind verlassen und sind ihm gefolgt . Vorauseilender Gehorsam ist ja auch noch untertrieben . Das "Flaggschiff" Merkel hat ja auch eine herausragende Eigeninitiative entwickelt im Kampf gegen Russland ! Das traurige an der Sache , der Deutsche wird dieses abgetakelte "Flaggschiff" nochmals wählen ! Die Initiatorin für Deutsch - Europäisches - Russisches Verhältnis kaputt , die EU in der Kriese , Deutschland in der Kriese . Alles ihr Werk . Aber zum Artikel . Herr Junker , sehr späte Einsicht , fast zu spät . Das Glas der EU Anti Russland Politik ist übergelaufen .
    • avatar
      ale_xandria
      Gerade Juncker!
      Der soll seinen Mund halten.
      Eine solche "Augenhöhe" braucht Putin nicht. So tief kann er sich gar nicht bücken.
    • Piero DoldiAntwort anotto-remagen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      otto-remagen, Sie haben ja leider so Recht, denn allein um das deutsch-russische Verhältnis wieder zu normalisieren, die schwer geschädigten und gerade für unsere Zukunft wichtigen Wirtschaftsbeziehungen wieder in Gang zu bringen, bräuchte es eine ganz andere Führung vom Format eines Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl. Die ist nirgends in Sicht und die scheinbare Alternativlosigkeit zu Merkel ist eine nationale Schande und ein Desaster.

      Die Politik dieser Person führt uns in Krisen noch unvorstellbaren Ausmaßes. Das Zerbrechen des Flüchtlingsdeal mit der Türkei ist eine Frage von vermutlich nur noch kurzer Zeit, das Ende der EU durch die innenpolitische Krise Italiens und die damit fällig werdenden Kredite von 2 Billionen € droht ebenso und zudem die Änderung der US-Verteidigungspolitik mit sehr hohen auf Europa zukommenden Kosten sind dabei nur die gröbsten Probleme.

      Das müsste uns Deutsche und Europäer eigentlich aufschrecken, aber gerade Deutschland schläft tief und fest und könnte in nicht allzu ferner Zeit ein böses Erwachen erleben.
    • avatar
      hvatzigenAntwort anhihardt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt,
      Denken???
      Bekanntlich leidet das ab einem gewissen Quantum Flaschen.
      Input, Verarbeitung, Autput, nehmen bekanntlich Schaden.
      Anderseits auch verständlich bei all den Problemen,
      die das EU Imperium so hat.
      Verkraften halt nicht alle, so viel Stress.
    • avatar
      menko.jankovic
      Die EU erwartet 50-100 mio Flüchttlinge bis 2025, das wird krachen-
      Obama vergisst das es drei Gigangten gibz China, Indien, Brasilien
    • avatar
      dewatergeusAntwort anКарл-Хайнц(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Карл-Хайнц, die EU Politiker sind alle Feiglingen.
      "Jetzt wenn Obama nicht guckt, schnell Kurs ändern Jungs. Wir tun so als ob nichts passiert ist und warten auf den nächsten Sklaventreiber aus der US".
      Der Kurs des prince Junckers ist wie zigzag zigzag zigzag.
    • avatar
      dewatergeusAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, sehr richtig. Und mann muss natürlich was die EU betrefft nicht vergessen dass EU-Diktator-Nummer-Zwei Zimmerman genannt in der EU Topp, laut und deutlich jedesmal ruft dass die Nationale Grenzen weg müssen, eigene Cultur ist nicht mehr, wir müssen wie er sagt, uns National Denken "wegschmeissen" und uns anpassen an die NWO.
      Guten Morgen, Europa!
    • isaac
      Juncker Président de Commission Européene von Mme. No's Gnade eingesetzt meint, daß Obama Putin schwer unterschätzt hat. Wahrlich hat er daran gedacht, alles was mehr als 54% hat kann gefährlich werden. Da hat er recht, bei seinem Stehvermögen natürlich kein Wunder.
    • avatar
      hrrdnAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, ja ihre Wähler glauben nur was in den deutschen Nachrichten als Schund und Hetze verbreitet wird. Natürlich von diesem Weib veranlasst.
    • avatar
      hrrdnAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, na also auf den Kohl als Steigbügelhalter von Kasner alias Merkel kann man wohl verzichten.
    • avatar
      hrrdnAntwort andewatergeus(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      dewatergeus, ja die Zeit der Wendehälse steht kurz bevor.
    • Piero DoldiAntwort anhrrdn(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hrrdn, Kohl war ein Instinktpolitiker und ist heute der absolute Feind von Frau Merkel; er sagte sogar einmal in einem späteren Interview, dass er dieser Frau erst beigebracht hätte mit Messer und Gabel zu essen.
    • Piero DoldiAntwort anhrrdn(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hrrdn, ich hoffe, dass Donald Trump dieser Frau die Rolle zukommen lässt, die sie eigentlich verdient, vom mächtigsten Mann nicht beachtet und nicht konsultiert auf Gipfeltreffen. Vielleicht fällt bei manchen ihrer Wähler dann auch der Groschen.
    • avatar
      dewatergeusAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, Sie hat den Helmudt Kohl danach dann auf der feine DDR-STASI-Art politisch verschwinden lassen.
      War der Kohl so naiv diese Frau zu vertrauen? Eine so richtig frisch DDR- und STASI-geprägt?
      Nah, nah, man sieht schon an ihre Augen sie ist politisch nicht zu vertrauen.
    • Piero DoldiAntwort andewatergeus(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      dewatergeus, ich halte diese Frau für ziemlich gefährlich, denn diese scheinbare Naivität und Harmlosigkeit ist gut gespielt.
    neue Kommentare anzeigen (0)