20:29 30 März 2017
Radio
    Für Einfuhr nach Russland verbotener italienischer Käse

    Luigi Di Maio: Unsinnige Russland-Sanktionen abschaffen

    © Flickr/ Yaniv Ben-Arie
    Politik
    Zum Kurzlink
    2122271062

    Luigi Di Maio, Vizechef der italienischen Abgeordnetenkammer, wirbt für eine Aufhebung der Russland-Sanktionen der Europäischen Union und schlägt vor, den Jahresbeitrag Italiens zum EU-Haushalt um sieben Milliarden Euro zu kürzen. So hoch sind ihm zufolge die Verluste der italienischen Industrie durch die russischen Gegensanktionen.

    Die Sanktionen gegen Russland seien unsinnig und schaden der EU selbst, sagte Di Maio, Vorstand der Partei Fünf-Sterne-Bewegung, in einem Interview der Nachrichtenagentur RIA Novosti.

    Erstens stünden sie einer einheitlichen Front mit Russland gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) im Wege und beeinträchtigen so die Sicherheit westlicher Staaten. „Die russischen Geheimdienste besitzen wertvolles Know-how, das mit dem Know-how unserer Geheimdienste verbunden werden muss, um wirksamer gegen den Terrorismus vorzugehen.“

    Zweitens leide die italienische Industrie unter den Sanktionen, sagte Di Maio. „Wir müssen unsere Unternehmen schützen, die sieben Milliarden Euro im Jahr durch die Gegensanktionen Russlands verlieren.“ Wenn Brüssel die Russland-Sanktionen nicht aufhebe, sollte Italien seinen Beitrag um diese sieben Milliarden Euro kürzen. „Wir geben dieses Geld unseren Betrieben  — als Ersatz für die Schäden, die durch diese unsinnige EU-Außenpolitik entstanden sind.“

    Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der EU hatten sich nach dem nationalistisch geprägten Umsturz in der Ukraine von 2014 verschlechtert. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und – auf ihr Drängen hin – die EU in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.

    Zum Thema:

    Solidarität mit Krim: Italienische Politiker posieren mit „grünen Männchen“
    Prognose: Milliardenverluste für italienische Firmen bei Exportstopp nach Russland
    Italienische Ultrarechte sprechen von Okkupation Europas durch USA – „Wir sind mit Putin“
    Tags:
    Sanktionen, Luigi Di Maio, Russland, Italien
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Alle Kommentare

    • Iswall65
      Wie recht er doch hat......
    • avatar
      Humboldt
      Das Unrecht gegen Russland muß gesühnt werden. Daher muß Russland jetzt eisern und streng bleiben! Keine faulen Kompromisse mit Pinocchio! Italien oder alle Sanktionslemminge müssen sich eine Zusammenarbeit mit Russland erst wieder verdienen. HET!
    • avatar
      Humboldt
      Neues Geschäftsmodell wäre eine italienisch-russische Heiratsagentur (staatlich natürlich) mit entsprechend gebärfreudigen Russinnen und Vergütung bei etwaiger Fortpflanzung. Auch als Aktiengesellschaft könnte ich mir das vorstellen. Damit wäre auch schnell die niedrige Geburtenrate in Italien vom Tisch.

      www.repubblica.it/cronaca/2016/11/28/news/istat-152997419
    • zivilistAntwort anHumboldt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Jawoll Humboldt,

      das ist die K&K Option, da gab's doch so einen netten lateinischen Spruch für Maria Theresia, Heiraten statt Kriegführen, Sie haben bestimmt das Original parat.

      Neuseeland' s beliebtester Import waren nach dem WW-2 Holländische Krankenschwestern.

      Die EU stellt doch 10 Riesen für jeden Neu- EU- ler bereit, dieses Manna sollte man nicht verkommen lassen !

      de.sputniknews.com/blogs/20160926312697016-fuehrt-eu-menchenhandel-wieder-ein
    • zivilistAntwort anHumboldt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Humboldt,

      Wenn ich Deutsche Kraftstoffpreise checke, kommt direkt eine Werbung

      'schöne Russinnen kennenlernen'

      Ich überlasse es Ihn ihnen, festzustellen, ob das auch schon in Italien funktioniert, die Verbindung ist naheliegend, Russische Kohlenwasserstoffe, von Romulus und Remus bei Mattei's sechsbeinigem 'Hund' gesäugt, da darf die Russische Mutti natürlich nicht fehlen.
    • avatar
      HumboldtAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, In Italien ist Eni schon ein Schritt weiter – dort kann es Ihnen passieren, dass Sie an der Tankstelle von einer schönen Russin in betankt werden. Vielleicht werde ich mich in Teil III. meiner Fahrt durch Italien an einer Tankstelle von einer schönen Russin betanken lassen.

      P.S. Das liegt an Ihren Surfgewohnheiten. Wahrscheinlich schauen Sie sich im Netz schöne Russinen an und die Cockies melden das weiter. Installieren Sie Ghostery, Betterprivacy, usw. und löschen Sie sofort die Chronik, dann werden Sie auch nicht mehr von den schönen Russinen aufgesucht.
    • avatar
      ottmar.mueller.1
      Di Maio hat völlig recht! Die Sanktionen sind erstens völlig unsinng, weil die USA und die EU den Konflikt provoziert und damit auch dafür verantwortlich sind! Zweitens haben sie ihren Zweck erwartungsgemäß verfehlt und sie haben Bürgern und Unternehmen lediglich Milliardenschäden zugefügt! Es ist allerdings überfällig, dass die Verantwortlichen aus der EU, nennen wir sie auch mal beim Namen, Merkel, Juncker, Tusk, Schulz, Brok .... dafür zur Verantwortung gezogen werden und auch persönlich für die von ihnen angerichteten Schäden, die sie auch den Steuerzahlern zugefügt haben, persönlich haften müssen! Jeder Manager muss inzwischen damit rechnen, sich für Fehlentscheidungen verantworten zu müssen, warum nicht auch politische Entscheidungsträger, die hier aufgrund persönlicher Befindlichkeiten und persönlicher Dummheit Schäden anrichten?
    neue Kommentare anzeigen (0)