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    US-amerikanischer strategischer Bomber B-52. Archivfoto

    Luigi Di Maio: Westen darf Demokratie nicht mit Bomben exportieren

    © Foto : U.S. Air Force / Marianique Santos
    Politik
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    Luigi Di Maio hat das militärische Eingreifen westlicher Staaten in Syrien und anderen Ländern scharf kritisiert. Laut dem Vizechef der italienischen Abgeordnetenkammer soll der Westen aufhören, anderen Ländern seine Demokratie-Werte mit Bomben aufzuzwingen, und sich stattdessen lieber um die eigene Demokratie kümmern.

    „Wir müssen die Idee aufgeben, dass wir mithilfe von Bomben unsere Demokratie exportieren“, sagte Di Maio, Vorstand der Partei Fünf-Sterne-Bewegung, in einem Interview der Nachrichtenagentur RIA Novosti. „Die Vorstellung, dass wir Kriege führen, um anderen Staaten Demokratie zu bringen, ist nicht nur eine unsinnige Illusion, sondern auch eine unerhörte Frechheit.“

    Die regierende Mehrheit Italiens gebe 60 Millionen Euro täglich für das Militär aus, unter anderem um die Demokratie ins Ausland zu exportieren. „Sie sollten lieber die Demokratie hierzulande verteidigen“, betonte Di Maio mit Blick auf die Kriege in Libyen und Syrien. „Auch wenn Baschar al-Assad nicht der beste Präsident für Syrien ist und entmachtet werden muss, so müssen das die Syrer tun und keine Nato-Bomben.“

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    Tags:
    Luigi Di Maio, Baschar al-Assad, Europäische Union, Italien, Syrien