03:00 18 Juni 2019
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    Russische Tu-22M3-Bomber auf dem Militärflugplatz Hamadan im Iran

    Teheran: Nutzung der Hamadan-Basis nur unter strenger Kontrolle des Irans

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    Teheran hat Russland den Luftstützpunkt Hamadan nie unbefristet zur Verfügung gestellt, wie der Berater des iranischen Außenministers, Hossein Sheikholeslam, am Dienstag gegenüber Sputnik sagte. Dennoch sei man bereit, die Basis Russland erneut vorrübergehend anzubieten.

    „Der Iran hat den russischen Kampfjets erlaubt, Flüge gegen die Terroristen-Stellungen in Syrien von diesem Stützpunkt aus zu absolvieren, wobei all diese Flüge von uns kontrolliert wurden“, so der Berater.

    „Diese Basis wurde nie und unter keinen Umständen vollständig Truppen fremder Staaten überlassen, weil dies grundsätzlich der iranischen Verfassung widerspricht. Für deren Novellierung ist eine Genehmigung des nationalen Parlaments erforderlich“, fügte er hinzu.

    Diese Basis gehöre voll und ganz dem Iran an und jegliches Vorgehen auf dessen Territorium erfolge ausschließlich unter Teherans Kontrolle.

    Sollte aber Russland diesen Stützpunkt benötigen, werde der Iran diesen erneut der russischen Seite für ihre Militärmission in Syrien bereitstellen – unter strenger Kontrolle der iranischen Streitkräfte, wie auch der iranische Verteidigungsminister Hossein Dehgan ankündigte.     

    Zuvor hatte der Leiter des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates, Viktor Oserow, mitgeteilt, Russland könne die iranische Basis nutzen, wenn sich der russische Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“, der sich zurzeit im Mittelmeer befinde, von der syrischen Küste entfernt halte und  die russischen Kampfjets keine Luftschläge gegen die Terroristen-Stellungen von seinem Deck aus starten würden.        

    Die russische Luftwaffe hatte den Militärstützpunkt Hamadan erstmals am 16. August für Angriffe gegen IS-Stellungen in Syrien genutzt. Nach rund einer Woche hatte Russland die Nutzung des Luftstützpunktes Hamadan im Iran eingestellt. Das russische Militär begründete den Abzug damit, dass die Mission ihren Zweck erfüllt habe.

    „Die russischen Flieger, die vom iranischen Flugplatz Hamadan Terror-Objekte in Syrien angegriffen haben, haben alle gestellten Aufgaben erfolgreich ausgeführt“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

    Alle beteiligten Flugzeuge seien nach Russland zurückgekehrt. Künftige russische Angriffe von Hamadan aus schloss Konaschenkow nicht aus, sollte die Lage in Syrien sie erfordern.

    Neben dem Iran hat mittlerweile auch der Irak seinen Luftraum für Russlands Luftstreitkräfte geöffnet. Darüber hinaus benutzt Russland den Flugplatz Hmeimim im nordsyrischen Latakia.

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    Nutzung, Luftstützpunkt, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Terrormiliz Daesh, Hossein Sheikholeslam, Hossein Dehgan, Hamadan, Russland, Syrien, Irak, Iran