20:34 30 März 2017
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    Syrisch-türkische Grenze

    Warum Erdogans „Syrien-Ziel“ nicht mehr ist als politische Phrase

    © REUTERS/ Abdelrahmin Ismail
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    Situation in Syrien (2016) (852)
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    Das Ziel der Türkei, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen, ist absolut unrealistisch, wie Alexej Puschkow, der Vorsitzende der Kommission für Informationspolitik des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), äußerte.

    „Erdogan sagte: Die türkische Armee ist in Syrien einmarschiert, um Assad zu stürzen. Dieses Ziel scheint aber kaum erreichbar. Das sieht mehr nach politischer Rhetorik aus“, schreibt Puschkow in seinem Twitter-Account.

    Zuvor hatte Erdogan erklärt, die türkische Armee habe eine Bodenoffensive in Syrien gestartet, um der Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad ein Ende zu setzen. Ankara beanspruche aber keine syrischen Territorien, „sie sollten ihren Herren gehören“, fügte der türkische Staatschef damals hinzu.

    Die Armee der Türkei hatte am 24. August ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen den IS gestartet. Zusammen mit Kräften der syrischen Opposition hat sie die nordsyrische Grenzstadt Dscharabulus eingenommen und setzt ihre Offensive in südwestliche Richtung fort. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geht es um die „Säuberung“ eines 5.000 Quadratkilometer großen Territoriums von den Terroristen, um dort eine Sicherheitszone für die Flüchtlingsrückkehr einzurichten. Damaskus verurteilte indes Ankaras Aktivitäten und stufte den Einmarsch türkischer Truppen in Syrien als Verletzung der Souveränität des Landes ein.

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    Tags:
    Sturz, Armee, Recep Tayyip Erdogan, Alexej Puschkow, Baschar al-Assad, Türkei, Syrien, Russland
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    Alle Kommentare

    • HSV Fan
      "Das Ziel der Türkei, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assa zu stürzen, ist absolut unrealistisch..."

      Das sehe ich anders, es wäre ein leichtes Spiel für Erdowahn, den angeschlagenen Assad zu eliminieren. Selbst die Russen könnten es nicht verhindern.
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      gelb
      Diese Einschätzung dürfte korrekt sein. Erdogan hat sich schlicht verplappert.
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      Eugen
      Obwohl hier wieder relativiert wird, Erdogan spricht nicht als kontextbefreite Privatperson.
      Präsident Bashar al Assad verfügt über eine im jahrelangen Guerilllia-Krieg gestählte Armee. Da kann sich das stehende fette türkische Heer noch warm anziehen diesen Winter.
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      ingomaus
      Erdogan ist nur Einmarschiert um einen Kurden Staat zu verhindern. Der Plan war vorher Syrien ins Osmanische Reich zu holen. Dank Russlands wurde dieser Plan vom CIA Obama Clinton durch Russland verhindert.
      Erdogan hat jetzt das Problem wie Gastro und Duterte, Gastro konnte über 600 mal den Terroristen der USA entgehen.
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      info
      Soo unrealistisch, ist das gar nicht, denn die NATO Truppen, haben mit einer Invasion Syriens Begonnen und stehen ganz REAL, tief auf Syrieschen Boden und mit der Installierung, von massiven Nato Stützpunkten, wird die Besatzung Syriens zementiert. Der Krieg der NATO, gegen Syrien, ist damit, in eine höhere Eskalation Stufe getreten.
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      Herbert
      Dann schmeißt endlich die Türken aus Syrien heraus!

      Kann er sein "Schild vom Bosporus" im Rückwärtsgang veranstalten.

      Es reicht doch die türkischen Kurden zu bewaffnen!
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      Joesi
      Erdogan sollte sich an die Abmachungen mit Moskau erinnern
      und alle Verträge mit Russland und Syrien einhalten!
      Assad ist ein Freund des Präsidenten der RF Dr.Wladimir Putin!
      Und Freunde werden von Russland nie verkauft.
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      ingomausAntwort aninfo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      info, alle Illegalen Kräfte werden bis 20,02,2017 Syrien verlassen.
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      Thomas
      Eine Kriegserklährung gegen einen Staat und deren Waffenbeistand erscheint mit keine politische Phrase zu sein. Klar möchte man hier Wogen glätten.

      Nach ständiger Vorhaltung von Tatbeständen, kann der nicht mehr hinter dem Berg halten, dass der mit gespaltener Zunge spricht.
      Der Vortrag kommt pünktlich nach dem Besuch von Steinmeier.

      Ein Bekenntnis zur NATO, zum Terrorismus und zu Aggressionshandlungen gegen Syrien und dem Waffenbeistand Russland.

      Die Merkelgeste mit Nichtaufnahme in die EU, ist nur der Lappen auf die Tatsachen, um die Quelle dieser Politik zu verstecken.

      Erdogan nun los und UN- Menschenrechte durchsetzen.
      Flüchtlinge registrieren und Reisedokumente für die erstellen.

      Oder brauch der EU- Kole die keiner bei im Kontrolliert um die Terroristen in Syrien mit Waffen und Munition zu versorgen?
      Wie viele Flüchtlinge wurden für den Terror gegen Syrien rekrutiert?
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      roberttom
      Der Sultan will das Osmanische Reich wieder errichten? Scheinbar größen wahnsinnig geworden.
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      rkunz
      Der Megalomane in Ankara wollte wieder mal den grossen spielen und hat dumm gebellt. Das Publikum bei diesem Anlass, angeblich zur Unterstützung der Palästinenser in Al-Quds/Jerusalem: Alles offensichtlich Muslimbrüder und ähnliches Gefotz. Bei al-Bab erleiden Erdogans Proxies erhebliche Rückschläge, in Aleppo dito, auch in Idlib wird es für sie nicht zum Besten stehen.

      Mit im Spiel ist wohl auch eine persönliche Rivalität gegen Assad und die Regierung in Damaskus, die gesagt hat, dass Aleppos das Grab für Erdogan und seine Ambitionen sein wird - und es sieht ganz danach aus, dass dies zutreffen wird.

      Mittlerweile hat das syrische Fernsehen Sendungen ausgestrahlt, die den Liwa Iskandariya zum Inhalt haben, eigentlich syrisches Gebiet, dass die Kolonialmächte den Türken zugeschanzt haben.
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