17:27 02 Juni 2020
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    Etwa 40 Aktivisten für die Schließung von Flüchtlingslagern in Ozeanien haben eine Sitzung des australischen Parlamentes gestört, wie der australische TV-Sender ABC am Mittwoch berichtet.

    Die Demonstranten seien in die Räume des Pressezentrums eingebrochen und schrien: „Schließt die Lager", „Bringt sie (Flüchtlinge – Anm. d. Red.) her!". Sie forderten die Räumung der australischen Flüchtlingscamps auf den Inseln in Ozieanien.

    „Wir sind heute hier, weil Sie zu den Weltführern in Brutalität wurden!", skandierten die Demonstranten gegen die australische Regierung.

    Premierminister Malcolm Ternbull musste aus Sicherheitsgründen das Gebäude verlassen.

    Dem Sender zufolge banden sich einige Aktivisten aus Protest an die Treppengeländer fest. Etwa eine halbe Stunde nach der Aktion hat das Sicherheitspersonal die Situation unter Kontrolle gebracht und die Aktivisten aus dem Gebäude entfernt – in einigen Fällen unter Anwendung von Gewalt, berichtete der TV-Sender. Die Security drückte Protestierende zu Boden und schleifte sie durch die Gänge.

    Australien betreibt auf seinem Territorium gegenüber Flüchtlingen eine harte Politik. Wenn Asylbewerber die Küsten des Kontinents erreichen, werden sie entweder zurück, in den Zwergstaat Nauru auf einer der ozeanischen Inseln oder auch auf die Insel Manus in Papua-Neuguinea gebracht werden. Ende Oktober befanden sich im Flüchtlingszentrum auf Manus 872 Personen, auf Nauru 390.

     

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    Demonstranten, Demonstration, Flüchtlingspolitik, Flüchtlingslager, Demonstration, Flüchtlinge, Flüchtingskrise, Malcolm Turnbull, Australien