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04:22 24 Juli 2019
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    CIA-Chef John Brennan

    CIA sagt möglichen größten Fehler von Präsident Trump voraus

    © AP Photo / J. Scott Applewhite
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    Der CIA-Chef John Brennan hat in einem Interview mit dem Sender BBC am Mittwoch den designierten US-Präsidenten, Donald Trump, davor gewarnt, das Atomabkommen mit dem Iran auszusetzen.

    „Ich glaube, es wäre äußerst verrückt, wenn die nächste Administration diesen Deal zerreißen sollte", sagte er. Ein solcher Vorsatz  würde die Hardliner im Iran stärken und die anderen Staaten in der Region dazu bewegen, ihre Atomprogramme im Gegenzug zu erneuten iranischen Versuchen, Atomwaffen zu entwickeln, zu betreiben.

    Außerdem warnte Brennan die  zukünftige US-Regierung vor einer zu engen Annäherung mit Russland.

    Die Regierung des Präsidenten Obama hatte darauf bestanden, dass der Atomdeal  den Iran daran verhindern würde, Atomwaffen zu entwickeln. Trump hatte während seines Wahlkampfes das Abkommen als „Katastrophe" bezeichnet und versprochen, er werde es auflösen. Nach seiner Wahl zum US-Präsidenten hatte Trump das Thema bislang nicht angesprochen, allerdings gilt Mike Pompeo, den er zu Brennans Nachfolger machen will, als leidenschaftlicher Kritiker des Atomdeals mit dem Iran.

    Im Juli 2015 hatte Teheran mit den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China sowie Deutschland ein Abkommen geschlossen. Demnach soll der Iran die Urananreicherung  in seinem Atomprogramm auf 3,67 Prozent verringern, die unterirdische Anreicherungsanlage Fordo in ein Technologien-Zentrum verwandeln und den  Schwerwasserreaktor Arak so umbauen, dass dort nicht mehr in größerem Umfang Plutonium hergestellt werden kann. Die abgearbeiteten Reaktor-Brennstäbe sollen ins Ausland ausgeführt werden. Im Gegenzug wurden die Finanz- und Handelssanktionen gegen den Iran aufgehoben. Sollte das Land seinen Verpflichtungen jedoch nicht nachkommen, könnten die Sanktionen erneut verhängt werden.

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