12:36 03 Dezember 2016
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    Absturzstelle eines bolivianischen Passagierflugzeuges in Kolumbien

    Flugzeugunglück in Kolumbien: Absturzgrund geklärt

    © AFP 2016/ Raul Arboleda
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    Das bolivianische Passagierflugzeug mit einer brasilianischen Fußballmannschaft an Bord ist am Dienstag in Kolumbien vermutlich wegen Treibstoffmangels abgestürzt, wie der Leiter des kolumbianischen Flugsicherheitsdienstes, Freddy Bonilla, auf einer Pressekonferenz sagte.

    „Nach der Prüfung der Absturzstelle sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Maschine das Kerosin ausgegangen ist. Laut den internationalen Normen muss ein Flugzeug neben der nötigen Treibstoff- Menge noch eine zusätzliche Reserve für mindestens 30 Flugminuten an Bord haben“, wird Bonilla vom mexikanischen Portal Lider Web zitiert.

    Das abgestürzte Flugzeug habe jedoch nicht über einen solchen Vorrat verfügt. Weitere Ermittlungen sollten nun klären, warum dieser Treibstoff-Vorrat nicht vorhanden.    

    Eine Passagiermaschine der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia mit 81 Personen an Bord, davon 72 Fluggästen und neun Crew-Mitgliedern war am Dienstag nahe der kolumbianischen Stadt Medellin abgestürzt.

    Das Flugzeug war dabei nicht explodiert, was sechs Passagieren und Crew-Mitgliedern das Leben rettete. Unter den Passagieren waren auch Spieler des brasilianischen Fußballklubs „Chapecoense“.

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    Tags:
    Ursachen, Flugzeugabsturz, Fußballklub Chapecoense, Freddy Bonilla, Bolivien
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    Alle Kommentare

    • HSV Fan
      Ja, das passiert sogar erfahrenen Piloten von der Kusnietzow.
    • Die Katze
      Mitschuld sind der Öl Mafia, das mit der Förderquota die Preise hoch halten will.
    • otto-remagenAntwort anHSV Fan(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      HSV Fan, Haben sie Fieberanfälle ?
    • otto-remagen
      Sparirrsinn auf Kosten des Lebens der Passagiere ! Kennen wir von den Lufthansa Tochtergesellschaften . Die starten auf Befehl der Lufthansa Zentrale auch ohne Spritreserven . Wenn einem aber in dem demokratischen Deutschland auf der Autobahn das Benzin ausgeht , zahlt man saftige Strafen .
    • NilsMuc79
      Die Maschine war vollgetankt, war jedoch nicht für die Reichweite ausgelegt. Typ Avro RJ85, RJ steht für Regionaljet.
    • Ullrich HeinrichAntwort anNilsMuc79(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      NilsMuc79,
      Die RJ85 ist mit einer Reichweite von 2.600km angegeben, zuzüglich einer Reserve von 45 Minuten. Die Entfernung zwischen den Flughäfen beträgt 2.500km. Die Maschine ist also grunsätzlich für diese Strecke ausgelebgt gewesen.
      Allerdings musste sie Warteschleifen vor dem Flughafen von Medellin fliegen, da ein anderes Flugzeug Priorität angefordert hatte.
      Hier ist wahrscheinlich das Versäumnis der Piloten. Sie hätte ihrerseits die Treibstofflage melden müssen und hätten nicht drei andere Landungen abwarten müssen.
      RJ steht, wie Sie treffend bemerkten, für Regial-Jet. Allerdings sind auch reichlich derer auf dem Markt, die bis zu 4.000km fliegen können. RJ ist also an dieser Stelle ein Indiz, jedoch kein Beweis.
    • NilsMuc79Antwort anUllrich Heinrich(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ullrich Heinrich,

      ich habe andere Zahlen. Danach war die Route ein Stück länger als die Reichweite. Das ist wohl der Quelle geschuldet. Flightradar gab die Strecke auch mit über 2.500 km an, ich glaube es war 2593 km. Eine Warteschleife konnte die Maschine laut Flightradar nicht vollenden, es war eher eine 180 Grad Wende. Ob es eine Warteschleife war, oder das Abdrehen vom näher kommenden Berg, wird die Untersuchung zeigen. Selbst wenn das mit den 2600 km stimmen sollte, dann ist das auch die angegebene max. Reichweite. Um 45 min Reserve zu haben, dürfte die Maschine dann nur etwa 2000 km fliegen.

      www.airplanepics.ch/Flugzeugtypen/Avro%20RJ%2085.html
    • Ullrich HeinrichAntwort anNilsMuc79(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      NilsMuc79,
      Die Reichweite eines Flugzeuges wird grundsätzlich ohne eine Reserve von 45 Flugminuten angegeben. Das heißt, 2.600km plus 45 Minuten.
      Dennoch bleibt für mich der Pilotenfehler. Er versäumte offenbar, seinen unzureichenden Treibstoffvorrat für die Warteschleifen anzumelden.
      Man wartete in Medellin auf einen Flieger mit wenig Treibstoff und die abgestürzte Maschine bekam den Landeplatz 3, also noch hinter einem weiteren wartenden Flugzeug, zugewiesen. Mit der entsprechenden Information an die Flugsicherung wäre das wahrscheinlich nicht passiert.
      Lt. Flightradar hatte die Maschine bereits 2 Warteschleifen vollendet, bevor es abstürzte. Allerdings gibt man dort die Entfernung tatsächlich mit 2.975km an und das wäre in der Tat jenseits der zulässigen Reichweite des Fliegers. Beide Warteschleifen haben 13 Minuten gedauert und damit dürfte der Treibstoff in der Tat verbracht gewesen sein. Dennoch wäre eine sichere Landung mit einer entsprechenden Meldung über die Luftnotlage (Treibstoffmangel ist auch eine) möglich gewesen.
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