16:48 27 April 2017
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    Aleppo: Syrische Opposition verhandelt mit Russland ohne USA Medien

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    Die syrische Oppositionsspitze führt zurzeit mit Russland unter Vermittlung Ankaras Verhandlungen über die Waffenruhe im syrischen Aleppo, wie die Zeitung „The Financial Times“ unter Verweis auf Quellen aus der syrischen Opposition am Donnerstag berichtet.

    „Die USA sind nicht an den Verhandlungen der russischen und der türkischen Seite beteiligt und außerdem über das in Ankara geführte Gespräch nicht informiert“, zitiert die Zeitung ihre namentlich nicht genannte Quelle.  

    Es sei zwar nicht das erste Treffen der syrischen Opposition mit der russischen Seite, doch bisher hätte keine solch große Anzahl oppositioneller Gruppierungen daran teilgenommen. 

    Obwohl noch kein Fortschritt erzielt worden sei, zeuge die Tatsache, dass das Treffen ohne die USA verläuft, davon, dass sich die politische Dynamik im Nahen Osten ändere. Die regionalen Akteure seien mehr auf die Erzielung der Vereinbarungen mit Moskau unter Umgehung der USA eingestellt.

    Der Vertreter der örtlichen Selbstverwaltung in Aleppo, Ali Sheikh Omar, teilte mit, die von der Opposition kontrollierten Stadtviertel hätten eine Verhandlungsgruppe vereinbart, die mit dem russischen Militär die Einstellung der Luftangriffe erörtern würde.

    Die Verhandlungen würden direkt mit Russland geführt. Andere Oppositionsvertreter dementieren aber die Tatsache der Gespräche oder wollen nicht  kommentieren, ob die Verhandlungen unmittelbar mit Russland oder unter Vermittlung der türkischen Behörden verlaufen, so die Zeitung.

    Die syrische Armee hatte in den vergangenen Tagen bereits 16 Viertel in Ost-Aleppo von den Militanten befreit, in denen mehr als 90.000 Zivilisten leben.

    Weitere 18.000 Zivilisten hatten die noch von den Terroristen kontrollierten Stadtviertel verlassen können, bestätigte General Sergej Rudskoj, der Chef der Hauptverwaltung Operatives des russischen Generalstabs.

    Die russische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben bereits seit 44 Tagen keine Angriffe auf die Millionenstadt und die Umgebung. Die Millionenstadt wird seit 2012 von Terrormilizen und Rebellen kontrolliert.

    In Syrien tobt seit 2011 ein Krieg, der laut Uno-Angaben bereits bis zu 300.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen die islamistischen Terrormilizen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), al-Nusra-Front und andere, aber auch vom Westen unterstützte Rebellen gegenüber.

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    Tags:
    Verhandlungen, Al-Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, Uno, The Financial Times, Sergej Rudskoj, Baschar al-Assad, USA, Türkei, Russland, Syrien
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