12:35 03 Dezember 2016
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    Turkish Prime Minister Binali Yildirim at the Cankaya Palace in Ankara (File)

    „Ende der Geduld“: Ankara muss EU nicht vor regionalen Gefahren schützen - Yıldırım

    © AFP 2016/ ADEM ALTAN
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    Migrationsproblem in Europa (1219)
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    Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım hat die EU davor gewarnt, ihren Versprechungen nicht nachzukommen, und mit der Aufkündigung des Flüchtlingsdeals gedroht. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag.

    „Die Türkei ist der größte Garant der Sicherheit Europas vor den regionalen Gefahren. Wenn die Türkei sich während der  letzten fünf bis sechs Jahre den regionalen Gefahren nicht entgegengestellt hätte, hätte  Europa ihnen nicht standhalten können. Aber unsere Geduld hat auch ihre Grenzen. Wir sind  nicht verpflichtet,  Europa ständig vor Gefahren zu schützen, die von der Region ausgehen", sagte Yıldırım bei seinem Auftritt vor dem Rat des Verbandes türkischer Industrieller und Unternehmer in Ankara.

    Zudem verwies er auf die Verstärkung  von Fremden- und Islamfeindlichkeit in Europa. „Die rassistischen Stimmungen  in Europa nehmen zu,  rechte Kräfte verstärken ihre Positionen", betonte er. 2017 sollen in fünf europäischen Ländern Wahlen  stattfinden, was von einer Unbestimmtheit zeuge, sagte Yıldırım

    Der  im März 2015 von der Türkei und den EU-Ländern vereinbarte Flüchtlingsdeal sieht die Zurückweisung aller Migranten vor, die illegal  aus der Türkei nach Griechenland eingereist sind. Die EU soll für jeden zurückgeschickten Syrer einen syrischen Kriegsflüchtling aus der Türkei aufnehmen.

    Im Rahmen dieser Vereinbarung  hatte die EU-Kommission im Mai dem Europaparlament  und dem EU-Rat vorgeschlagen, die Visa-Pflicht für türkische Bürger aufzuheben, sollte die Türkei allen entsprechenden Forderungen nachkommen.  Mit der Zeit scheint aber die EU-Visa-Freiheit  immer weiter in die Zukunft zu rücken, da die EU die Türkei wegen  ihres harten Vorgehens gegen die Regierungskritiker  und der Verstöße gegen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit immer schärfer kritisiert. Vor kurzem hatte das europäische Parlament für die Aussetzung der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei gestimmt.

    Seinerseits hatte der  türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Aufhebung des Flüchtlingsabkommens gedroht, sollte die EU den Türken keine  Visa-Freiheit gewähren.

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    Alle Kommentare

    • Thomas
      Der soll sich an die Umsetzung des Völkerrechts machen und an hand der Registrierung Reisepapiere erstellen, so wie es UN- Menschenrecht ist.
      Da brauch der keinen Aggressionsakt in Syrien unter Vorhaltung falscher Absichten durchführen.

      Der Deal ist Menschenrechtsbruch durch das Erdogan und EU- Regime, wobei die EU diesem Menschenrechtsbruch noch mit Schmiergeld durchzieht.
      Das schafft Merkel & Co..
    • Freddy
      Diese Türken haben Minderwertigskeitkomplexe dass es knallt. Wenn Erdogan meint, er müsse wieder Flüchtlinge in die EU treiben, dann wird er wohl bald irgendwo "verschwinden". Wenn er denkt, er kann nun die EU dazu nutzen, von internem Terror abzulenken, hat er sich jetzt schon verrechnet.
    • Malak Bremen Bosch
      Wer droht der macht nichts keine sorge wer machen will der droht nicht ,der macht die fertig.erdogan bellt nur wie ein Esel ,daran sieht Mann das er unerfahren ist.ich würde sagen Deal oder no Deal Punkt Ende aus ,Grenze auf und lasse die Menschen gehen wohin die wollen und vergiss Europa und konzentriere dich auf gute Freunde mit Eier in der Hose Russland ,China ,Indien Südkorea ,Iran,philippin seid neusten in der Gruppe mit dabei ..Weißrussland Kasachstan ,alles gute Länder .aber eu zu glauben ist doch schon vorgeschrieben das die Türkei nur veraschen ,hätte Erdogan gute Geheimdienste wäre er am nächsten Tag von Deal gewusst das Europa am Tisch sitzt und Frühstück und lacht über seine Dummheit,ist doch klar ihr Plan war es hinaus zu zögern um ihre Grenze dicht zu machen und weiter ein Grund zu suchen um Türkei zu sagen ,,Heer Erdogan hatt Menschen verhaftet die nichts getan haben deshalb Deal no ,das alles war Vorprogrammiert ,aber ist die eu das Gericht von Türkei das die in weiter ferne endscheiden können weshalb jemand eingesperrt wird ?
    • tina
      "Grössenwahn" kennt keine Grenzen . Is et nit so ?
      Was hat der hier überhaupt noch rumzukamellen ?
      Hat dem etwa immer noch keiner Bescheid gesagt
      das der Selbsternannte Sultan bei uns weniger als NIX
      zu sagen hat ?
      Kann den mal bitte einer Aufklären ?
      Denn der nervt wie ein Krampf im Fuss...kein Mensch braucht sowat
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