03:01 25 März 2017
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    Putin bei „Night Hockey League“ in Sotschi (Archivfoto)

    Putin verspricht bestes Anti-Doping-Programm

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    Politik
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    Doping-Skandal (152)
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    Nach dem Dopingskandal um seine Athleten wird Russland laut Präsident Wladimir Putin das fortschrittlichste Anti-Doping-Programm einführen.

    „Ich bin überzeugt: Der so genannte Doping-Skandal verhilft Russland dazu, das fortschrittlichste System zur Bekämpfung dieses Übels zu schaffen“, äußerte Putin am Donnerstag in seiner Ansprache zur Lage der Nation. „Ich gehe davon aus, dass das nationale Programm zur Doping-Bekämpfung schon Anfang kommenden Jahres vorliegt.“

    Der für  Sport zuständige Vizepremier Vitali Mutko wurde etwas konkreter: Es gehe darum, das  Vertrauen zurückzugewinnen. Das Nationale Anti-Doping-Programm sähe deshalb „die modernsten Reformen in Abstimmung mit dem IOC und der Wada vor.“

    Die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatten kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Russische Beamte bestritten das. Dennoch ließ der internationale Sportgerichtshof CAS die russische Leichtathletik-Auswahl komplett ausschließen.

    Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) schloss alle russischen Athleten von den Paralympics in Rio aus. Das Internationale Olympia-Komitee (IOC) sah von einem Komplett-Ausschluss der russischen Auswahl ab. Über das Startrecht einzelner Athleten entschieden ihre jeweiligen Weltverbände. Sportler, die bereits früher wegen Doping gesperrt gewesen waren, durften in Rio nicht starten. Bei den Olympischen Spielen in Rio erkämpfte die geschrumpfte russische Mannschaft insgesamt 56 Medaillen, darunter 19 Gold und landete im Medaillenspiegel auf Platz vier vor Deutschland.

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