19:27 23 Februar 2017
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    Raketenstart (Symbolbild)

    „Niemand stoppt“ Poroschenko: Halbes Raketen-Manöver der Ukraine absolviert

    © Sputnik/ Michail Fomichev
    Politik
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    Die ukrainischen Luftstreitkräfte haben bereits die Hälfte aller geplanten Raketenübungen abgeschlossen, wie der Leiter des Pressezentrums des ukrainischen Luftkommandos Süd, Wladimir Kryschanowski, am Donnerstag gegenüber dem TV-Sender „112 Ukraina“ sagte.

    „Die Übungen sind in vollem Gange. Knapp 50 Prozent aller Aufgaben wurden bereits erfüllt. Es gibt keine Probleme“, so Kryschanowski.

    Außerdem teilte der Chef des Sicherheitsdienstes, Alexander Turtschinow, mit, dass die Raketen des Typs S-300 bei dem Manöver ihre Ziele erfolgreich erreicht hätten:

    „Die Raketen, die wir abgefeuert haben, konnten erfolgreich ihre Ziele sowohl in der Luft als auch im Wasser erreichen.“

    Sie hätten ihre Kampfeigenschaften bewiesen und das Übungsprogramm erfüllt.

    „Damit haben wir einen ernst zu nehmenden Schritt zur Wiederherstellung des Luft- sowie Luftabwehrschutzes unseres Landes gemacht“, sagte Turtschinow abschließend.

    Poroschenko zu Raketenstarts:

    Laut dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko werden die Raketenübungen im Luftraum über dem offenen Meer auf souveränem Territorium der Ukraine durchgeführt.

    „Wir haben heute und morgen die geplanten Übungen, darunter auch die Tests der Flugabwehrraketen. Unsere Aufgabe ist es, eine Luftverteidigung Kiews und der Ukraine aufzubauen. Und niemand stoppt uns dabei“, erklärte der ukrainische Staatschef.

    Die Starts würden außerdem „unabhängig von Aussagen Moskaus“ stattfinden.

    Laut dem Pressedienst des ukrainischen Präsidenten hat es am Donnerstag insgesamt 16 erfolgreiche Raketenstarts gegeben.

    Die Ukraine hatte laut einer Meldung im Luftraum-Informationsprogramm NOTAM-System die Gefahrenzonen ihrer Raketenübung im Schwarzen Meer in neutrale Gewässer verlegt. Russlands Territorialgewässer sind laut der russischen Luftfahrtbehörde Rosaviazija nicht betroffen.

    Als Reaktion Russlands auf das Vorgehen der ukrainischen Luftstreitkräfte waren am Vormittag mehrere Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte an der Westküste der Krim in Stellungen gegangen, um im Notfall einsatzfähige Flugabwehr der Krim während der für den 1. und 2. Dezember geplanten Raketenmanöver der ukrainischen Armee gewährleisten zu können.

    Zuvor hatte Kryschanowski mitgeteilt, im Süden der Ukraine, etwa 30 Kilometer von der russischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim entfernt, hätten am Donnerstag die Luftstreitkräfte eine Raketenübung begonnen. Alles entspräche den internationalen Normen. Kiew zufolge werden die Übungen der Raketensysteme des Typs S-300 durchgeführt.

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    Tags:
    Raketenstart, Manöver, S-300, Krim, Russland, Ukraine
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