12:32 03 Dezember 2016
Radio
    Protestdemonstration gegen Wahl von Donald Trump zum US-PRäsidenten in Philadelphia

    Colorado-Wahlmänner bilden Anti-Trump-Organisation

    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in USA (2016) (439)
    3064618191

    Die Wahlmänner des US-Bundesstaates Colorado haben eine politische gemeinnützige Organisation gebildet, um den designierten Präsidenten Donald Trump abzuwählen. Darüber berichtet die Zeitung „The Hill“.

    Laut der Zeitung stellte der demokratische Wahlmann Michael Baca einen Antrag beim Büro des Staatssekretärs von Colorado mit dem Ziel, die Gruppe „Hamiltons Wahlmänner" zu bilden. Die Gruppe ist nach einem der Gründungsväter der USA benannt, der das Wahlmännerkollegium für fähig hielt, die Wahl einer „ungeeigneten Person" zum US-Präsidenten  zu verhindern. „Hamiltons Wahlmänner" (Hamilton Electors) werden uneingeschränkte Spenden von Privatpersonen, Gewerkschaften und  Unternehmen für  politische Zwecke aufnehmen dürfen.

    Das Ziel der neugebildeten Einrichtung ist es, möglichst viele demokratische  und republikanische  Wahlmänner zu überzeugen, gemeinsam für eine republikanische Alternative für den Präsidentenposten einzutreten und  für eine „Sackgasse" bei der Abstimmung des US-Wahlmännerkollegiums  zu sorgen. 

    „Ich war eigentlich gegen die Aufbringung der Geldmittel, denn mir wäre es lieber, wenn das in natürlicher Weise passieren würde. Es gab aber Leute, die uns Geld über unsere Webseite gegeben haben", sagte Baca.

    Einige demokratische Wahlmänner und ein republikanischer Kollege hätten sich bereits zu der Bewegung  bekannt, sagte  Baca.  Zudem verhandele die Gruppe  mit  vier weiteren Republikanern. 

    Allerdings soll es schwierig sein, die Initiative durchzusetzen, da die Gesetze von 29 US-Bundesstaaten es den Wahlmännern verbieten, gegen den Willen ihrer Wähler zu stimmen. Dessen ist Baca sich sicher. „Aller Wahrscheinlichkeit nach, wenn all das gesagt und getan wird, werden wir damit enden müssen, das Geld den Leuten zurückschicken", sagte er.

    In der gesamten Geschichte der USA haben 157 Wahlmänner anders abgestimmt, als sie sollten. In keinem einzigen Fall wurde dadurch das Wahlergebnis beeinflusst.

    Die US-Wahl ist in zwei Phasen unterteilt: Am 8. November hatten die US-Bürger die Wahlmänner ihres jeweiligen Bundesstaates gewählt. Für den Sieg waren 270 von insgesamt 538 Wahlmännerstimmen erforderlich. Am 19. Dezember treffen sich die Wahlmänner jedes Bundesstaates, um für den Präsidenten und den Vizepräsidenten zu stimmen. Offizieller Amtsantritt des neuen Präsidenten ist am 20. Januar 2017.

    Jüngsten Angaben zufolge hat der Republikaner Trump 306 Wahlmännerstimmen bekommen. Dabei holte Clinton zwei Millionen Wählerstimmen mehr als Trump.

    Das Wahlmännerkollegium stimmt am 19. Dezember ab. Die Amtseinführung des 45. US-Präsidenten ist für den 20. Januar 2017 angesetzt.

    Themen:
    Präsidentenwahl in USA (2016) (439)

    Zum Thema:

    Trump geht…
    Trump meldet „Wahlbetrug und illegale Clinton-Stimmen“
    Von Wahlpleite zur Direktwahl: US-Demokraten wollen doch Wahlmänner abschaffen
    Trump erfüllt sein erstes Wahlversprechen
    Tags:
    Abwahl, Wahlmänner, Electoral College, Donald Trump, USA
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Alle Kommentare

    • Germane
      Die Angst geht in den VSA um - alle wollen ihre hoch und Überbezahlten Posten behalten !
    • Thomas
      Die Bürger wählen keine Regierung oder einen Presidenten.
      Eine winzig kleine Elite macht das.
      Also nur vorgegaukelte Demokratie (Monarchie der Bevölkerung, griechisch) mit einem Gegime von Eliten, welche sich irgend ein Staatsschauspiel ausdenken.
      Stimmennachzählen am Wahlautomaten?
      So ein Schwachsinn was die da in die Hirne blasen.

      So oder so, hat Trump nie die meisten Stimmen in der USA erhalten. Die Zahll der Wahlmänner sind so verteilt, dass einige Staaten mehr Macht erhalten.
      Die Stimme der Bewohner der USA ist denen völlig egal.
    • Kongdeepattarasak
      Ich glaube nicht an einen Erfolg dieser Aktion.
      Trump ist Präsident und basta!!!
      Sollte es Donald Trump gelingen,ein oder zwei schnelle politische Erfolge zu erlangen,werden die Gegenstimmen schnell verstummen!
      Die Welt dreht sich jetzt in die andere Richtung und das wollen einige noch nicht wahrhaben,wie kleine Kinder die ihr Spielzeug nicht bekommen!
    • Tunngle
      Die Amis sind doch sooooooo dämlich. Die können sich nicht vorstellen, was passiert, wenn die Wahl über Betrug noch gedreht wird. Ich sag nur jedem das was er verdient!
    • mhbh
      An Trumps Stelle würde ich mir die Namen der Wahlmänner, die das Wahlergebnis eigenmächtig entgegen der Rechtslage nach ihrem eigenen Gusto umbiegen wollen, ganz genau merken und sofort nach den Wahlen mit einer gnadenlosen Jagd beginnen. Die würde ich finden (lassen) und wenn sie sich an den äußersten Ecken dieses Planten verstecken würden. Da würde ich keine Kosten und Mühen scheuen, derer habhaft zu werden. Anschließend würde Phase 2 beginnen, gegen die die Jagdphase nur ein leichter Vorgeschmack gewesen wäre. Angesichts der "Spezialbehandlung" würden die sich wünschen, nie geboren worden zu sein. Ähnliches würde den ganzen Geldmagnaten passieren, auch da gäbe es gnadenloses Tabula- Rasa.....
    • Georgi Konstantinowitsch
      Das us- amerikanische System zur Wahl des Präsidenten mag sein wie es will.
      Bisher haben wir hier nicht gehört, dass es angezweifelt wurde.
      Nun haben wir plötzlich einen Donald Trump, den das Establishment, also Oligarchen und deren Paladine in Form der Politiker und Lobbyisten, nicht gewollt hat.
      Und jetzt wird das o. g. System angezweifelt. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
      Falls die Wahl von D. Trump durch die Wahlmänner scheitern sollte, hätten wir defacto einen Staatsstreich vor der Amtseinführung.
      Mich würde dann die Reaktion der Anhänger von D. Trump interessieren, obwohl mir bei der Menge an Schußwaffen in den VSA davor auch graut.
      Ich hoffe, das die US- Army mit all ihren Gliederungen in der Lage ist, den Zugang zu den Nuklearwaffen zu sichern.
      Zusatz zu meinen Gedanken zu diesem Thema:
      Es gibt etliche Stars der Unterhaltungsszene im Bereich Musik, Film und und und...aber ich kann nicht verstehen, wie sich ein Arbeiterjunge wie "The Boss" Bruce Springsteen für die Wahl einer Hillary Clinton einsetzten kann. Und er ist nicht der Einzige in einer langen Reihe der für diese Kriegstreiberin und ihren Interessenverein Werbung machen.
    • hihardtAntwort anmhbh(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      mhbh,
      ich bin sonst keineswegs radikal eingestellt, aber an Trumps Stelle würde ich diese Kerle jagen bis in die entfernteste Winkel der Welt und dann ...................
    • ThomasAntwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane, ich hab nichts gegen gute Bezahlung, weil das sozial ist und erst einen Wirtschaftsmarkt ausmacht.
      Das begreifen viele Politiker und Wirtschaftsbosse nicht.
      Die können nicht loslassen und bringen sich selbst und ihr System damit zum Sturz. In der Hoffnung, der geschundene stopft dann ihre gerissenen Löcher. Bis die Verstehen, dass Geldwert nur ein eingeredeter Glaube ist, sind die am Ende oder im Krieg.
    • Theresa
      Die Bilderberger wollen den Brexit auch nicht und in Thailand das selbe Spiel die gewählte Regierung weg gemobbt von der Elite
    • Ste va de CaAntwort anTheresa(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Theresa, nein, in Thailand greift das Militär nur ein wenn die Regierung zu korrupt wurde....das hat bisher immer wieder "Ordnung" ins Land gebracht!
    • mhbhAntwort anhihardt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt, ich bin ganz Ihrer Meinung, an diesen Typen wie auch an ihren Hintermännern / Hinterfrauen und Geldgebern würde ich tausendfach ein Exempel statuieren und das live im Fernsehen übertragen lassen, dass den Zuschauern das Blut in den Adern gefriert und die anschließend den IS für eine Weichspültruppe halten. Ich habe da eine Menge guter Ideen, die ich allerdings hier aus verständlichen Gründen nicht schildern kann.....
    • Piero DoldiAntwort anGermane(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Germane, ich glaube eher, die Finanzeliten können Trump nicht für ihre globalen Machtpläne gebrauchen und setzen jetzt alle möglichen Hebel in Bewegung. Ich hoffe nur, dass Clinton am Ende nicht doch noch Präsidentin wird.
    • Piero DoldiAntwort anmhbh(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      mhbh, das, was Sie schildern ist absolute politische Willkür und wenn seine Gegner von Trump auch so denken, dann werden sie alles tun, dass er nicht Präsident wird. Und genau, das könnte eintreten und dann wird Clinton hier in Europa bald einen Feuerzauber veranstalten.
    • Piero DoldiAntwort anhihardt(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt, das sind eben die Möglichkeiten in einer Demokratie. Das andere Gegenmodell wäre vielleicht Nordkorea. Genau darum werden sich die Menschen am Ende selbst zerstören.
    • GermaneAntwort anPiero Doldi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Piero Doldi, Bloß nicht - dann würde Europa schnell brennen.
    neue Kommentare anzeigen (0)

    Top-Themen

    • Im Raum von Aleppo: Syrische Soldaten stellen Nationalflagge auf

      Die gekonnte Innenpolitik von Syriens Präsident Baschar al-Assad hat ihm Unterstützung eines beträchtlichen Anteils der Bevölkerung während des Bürgerkrieges gesichert, schreibt Journalist Barak Barfi nach seinem Besuch in Aleppo.

      164737
    • NSA-BND-Kooperation

      Wie aus den von WikiLeaks veröffentlichten rund 2400 Dokumenten zur NSA-Affäre u. a. hervorgeht, hat der BND dem Untersuchungsausschuss durch abweichende Antworten die Arbeit erschwert. Im Sputnik-Interview verriet Jens Stomber, Themenbeauftragter der Piratenpartei Deutschland für den NSA-Skandal, dass er dem Ausschuss nicht mehr glaubt.

      41655
    • Die Toilette

      Sanitäreinrichtungen aus Russland haben sich zu einem Exportschlager entwickelt. Nach den Krisenjahren der Neunziger haben die Hersteller eine Qualitätsoffensive gestartet und den Absatz vervielfacht, wie das Portal „life.ru“ berichtet. Der schwache Rubel stimuliert den Absatz im Ausland.

      51461
    • Aleppo, Syrien, November 2016

      Großbritannien soll Russland nicht dabei stören, den Einwohnern der umkämpften Stadtviertel von Aleppo humanitäre Hilfe zu leisten, wenn London selbst nichts dergleichen macht. Das erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, als Reaktion auf die jüngsten Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May.

      374126
    • Screenshot

      Disney-Konkurrenz? Der US-Konzern Discovery hat nun eine Episode des russischen Zeichentrickfilms „Fixies“ in sein Programm „Discovery Education“ aufgenommen, das in Schulklassen von insgesamt über 30 Millionen Kindern weltweit kommt. Sputnik fasst die interessantesten russischen Erfolgsstorys in der Branche zusammen.

      225440
    • Ctrl

      Die A-cappella-Gruppe basta hat mit Cut, Copy and Paste das Thema Büroalltag in unterhaltsamer Weise präsentiert. In heldenhafter Sangart wird hier gerade das aufgegriffen, was nicht eben heldenhaft im grauen Großraumbüro scheint.

      4407