17:01 22 August 2017
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    Neues Konzept: So schätzt Russland die Atomkrieg-Gefahr ein

    © Foto: United States Department of Energy
    Politik
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    Das neue außenpolitische Konzept Russlands, das am Donnerstag von Präsident Wladimir Putin abgesegnet wurde, geht davon aus, dass ein Großkrieg oder ein Atomkrieg in der Welt von heute unwahrscheinlich sind. Zugleich wird im Papier eine wachsende Gefahr kleinerer Konflikte konstatiert.

    Politische, soziale und ökonomische Kontroversen würden sich verschärfen, heißt es in dem neuen Konzept. Unter diesen Umständen gewinne der Faktor Gewalt zunehmend an Bedeutung. Zugleich werde die strategische Stabilität durch die Aufstellung neuer Rüstungen aufgeweicht. Die Weltsicherheit, die bislang auf dem Vertragswerk zur Rüstungskontrolle beruht, werde gefährdet.

    „Obwohl die Gefahr der Entstehung eines groß angelegten Krieges, darunter eines Atomkrieges, unter den führenden Mächten gering bleibt, wachsen für sie die Risiken, in regionale Konflikte involviert zu werden.“

    Deshalb betrachte Russland eine „Stärkung des internationalen Rechts“ als Priorität, komme seinen Verpflichtungen aus der Rüstungskontrolle strikt nach und erwarte von seinen Partnern dasselbe.

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    Tags:
    Wladimir Putin, Russland
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