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13:00 20 Oktober 2019
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    Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer

    Strache: Mit Hofer weg vom Kalten Krieg, hin zu guter Zusammenarbeit

    © REUTERS / Leonhard Foeger
    Politik
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    Am Freitagvormittag hatte die FPÖ ihr Wahlkampffinale in den Wiener Börsensälen abgehalten. Vor einem prall gefüllten Saal schworen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer ihre Unterstützer ein letztes Mal auf die Wahl ein und gaben sich optimistisch, was den Ausgang betrifft.

    Besonderen Anklang beim Publikum fanden Hofers Äußerungen zum Thema EU-Austritt. Der Kandidat und FPÖ-Vize betonte, dass die Rede nicht von einem Öxit sei, sondern vielmehr von einer Umformung der Europäischen Union. 

    Heinz-Christian Strache verwundert es nicht, warum gerade dieses Thema von den Anwesenden mit besonders viel Applaus honoriert wurde.

    „Weil die Bürger grundsätzlich die Fehlentwicklung in der Europäischen Union kritisch betrachten. Dieser bürokratische Moloch in Brüssel, 40.000 Beamte, die Lobbyisten, abgehobene EU-Kommissare, die sich auch noch 10.000 Euro Gehaltserhöhung zuteilen, wie der Herr Juncker. Die sind so abgehoben und so arrogant, dass das viele Bürger ärgert. Und da sagen viele: Es muss eine Reform her! Wer Europa liebt, muss die Fehlentwicklungen kritisieren. Er muss dafür Sorge tragen, dass sich Europa wieder in die richtige Richtung entwickelt, nämlich zu einem bürgernahen Europa, wo man auch die Vielfalt der europäischen Völker, Sprachen und Kulturen schätzt und respektvoll miteinander umgeht. Ich glaube, es ist ein Gefühl, das man überall in Europa wahrnimmt. Wenn man Augen und Ohren offenhält und nicht in der veröffentlichten Mainstream-Blase verhaftet ist“, erklärte Strache gegenüber Sputnik-Korrespondentin Ilona Pfeffer.

    Dass die etablierte Presse Vergleiche zwischen Hofer und dem frisch gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump zieht, findet Strache eigentlich „großartig“:

    „Ich finde es großartig, wenn man daraus schließen kann, dass der vom amerikanischen Volk gewählte Präsident, dem wir größten Respekt entgegen bringen, zukünftig eine gute Zusammenarbeit mit dem österreichischen Präsidenten haben wird. Wenn der zukünftige österreichische Präsident Hofer in seiner Verantwortung der österreichischen Neutralität gegenüber diese wiederbelebt und vielleicht Donald Trump und Wladimir Putin nach Wien einladen kann, damit es wieder zu einer Annäherung kommt – weg vom Kalten Krieg und hin zu einer guten Zusammenarbeit und einer friedlichen Entwicklung. Wenn also der Vergleich so gesehen wird, dann freut mich das. Wenn das anders interpretiert wird, dann freue ich mich nicht. Ich glaube, dass Norbert Hofer als Bundespräsident auch was den Nahost-Friedensprozess betrifft, sicherlich auch gute Akzente und Schwerpunkte wird setzen können.“

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    Tags:
    Freiheitspartei Österreichs (FPÖ), EU, Jean-Claude Juncker, Ilona Pfeffer, Norbert Hofer