03:25 26 September 2020
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    Lawrow warnt vor „Rebranding“ von Dschebhat an-Nusra zu Aleppo-Armee

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    Russland schließt nicht aus, dass die Aufstellung einer einheitlichen Aleppo-Armee ein „Rebranding“ der Terrormiliz Dschebhat an-Nusra zum Ziel hat. Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag auf einer Pressekonferenz in Rom.

    „Nach uns vorliegenden genug glaubwürdigen Angaben sind fast alle Gruppierungen der bewaffneten Opposition in Ostaleppo der Dschebhat-an-Nusra-Front unterstellt. Die Front selbst hat etwa 1.500 Kämpfer, die anderen Gruppierungen machen noch 5.000 bis 6.000 Mann aus.“

    Lawrow zufolge will Dschebhat an-Nusra, getarnt mit dem neuen Namen, sich somit der Verantwortung für ihre Verbrechen entziehen.

    Für die komplizierte Lage in Ostaleppo als Ganzes machte der russische Chefdiplomat die USA verantwortlich. Er warf Washington ein weiteres Mal ein Scheitern bei der Abgrenzung der sogenannten gemäßigten Opposition und der Terroristen vor. Die USA hätten diese Verpflichtung bereits im vergangenen Januar übernommen, sagte Lawrow.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit rund eineinhalb Monaten keine Angriffe auf Aleppo. Ende November gelang es der syrischen Armee, etwas mehr als 40 Prozent des Territoriums von Ostaleppo von den Terroristen zu befreien.

     

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    Pressekonferenz, Dschebhat an-Nusra, Sergej Lawrow, Rom, Syrien, USA, Russland