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    Aleppo, Syrien, November 2016

    Humanitäre Hilfe in Syrien: Moskau reagiert scharf auf Londons Vorwürfe

    © REUTERS / Abdalrhman Ismail
    Politik
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    Großbritannien soll Russland nicht dabei stören, den Einwohnern der umkämpften Stadtviertel von Aleppo humanitäre Hilfe zu leisten, wenn London selbst nichts dergleichen macht. Das erklärte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, als Reaktion auf die jüngsten Äußerungen der britischen Premierministerin Theresa May.

    „Großbritannien hat in all den Jahren des Krieges in Syrien kein einziges Gramm Mehl, keine Tablette und keine einzige Decke als Hilfe für die Zivilisten bereitgestellt“, sagte Konaschenkow. 

    „Wenn die Regierung in Großbritannien den Einwohnern der östlichen Viertel von Aleppo tatsächlich humanitäre Hilfe leisten will, dann gibt es dafür alle Voraussetzungen; sagen Sie uns einfach, wo sie steckengeblieben ist. Wenn es keine britische humanitäre Hilfe für Aleppo gibt, dann stören Sie die anderen nicht dabei, zu helfen“, hieß es.

    Zuvor hat die britische Zeitung „The Daily Mail“ eine Erklärung der britischen Ministerpräsidentin Theresa May veröffentlicht, laut der Russland angeblich keine Waffenruhe gelten lasse und damit „die Belieferung der Einwohner von Aleppo mit humanitärer Hilfe behindert“.

    Konaschenkow erinnerte außerdem daran, dass die syrische Armee seit dem 28. November die Terroristen aus mehreren Stadtviertel vertrieben hat. Mehr als 90.000 Einwohner seien dabei befreit worden. Rund 28.000 Zivilsten sei es gelungen, aus den von Terroristen kontrollierten Stadtvierteln zu fliehen. In dieser Zeit hätten die Einwohner der östlichen Stadtviertel vom russischen Versöhnungszentrum für Syrien und von der syrischen Regierung warmes Essen, Kleidung und Nothilfe erhalten.

     

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    Tags:
    Vorwürfe, Reaktion, stören, humanitäre Hilfe, Theresa May, Igor Konaschenkow, Aleppo, Großbritannien, Russland, Syrien