05:07 03 Juni 2020
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    Seit dem Ende des Kalten Krieges, als der Westen in eine klare Vorherrschaftsrolle vorrückte, steht die Welt nun wieder vor einem ähnlich bedeutenden Zerfall wie dem der damaligen Sowjetunion, wie die US-Zeitung "The Washington Post " schreibt. Der Westen schwächle, Russland sei auf dem politischen Parkett zurück.

    Unschwer sei zu erkennen, wie die USA ihre Positionen langsam aufgeben würden, so das Blatt. Man müsse dazu nur einmal nach Aleppo sehen.

    „Nichts symbolisiert besser das Ende dieses stürmischen, historischen Moment der liberalen Demokratie“, heißt es. Der Westen sei zunehmend in sich gekehrt und überlasse das Feld in Syrien Russland, China und dem Iran.

    Russland hatte am 18. Oktober das Ende der Luftangriffe in Aleppo verkündet, die syrische Armee setzte ihre Operation jedoch fort und befreite letztlich am 29. November ein Teil Ost-Aleppos, wo mehr als 90.000 Menschen wohnen.

    Und im Westen viel Neues

    Außerdem erstarkten Tendenzen in Westeuropa, welche für einen "Untergang des westlichen Triumphes" sprächen. Die EU-Länder seien der Sanktionspolitik müde. Die durch den scheidenden US-Präsident Obama organisierte  „Isolation“ Russlands, von der man an jeder Ecke gesprochen habe, laufe ins Leere. Dies werde durch die regelmäßigen Besuche des US-Außenministers John Kerry in Moskau nur noch untermauert.

    Zwar sei die EU „der weltweit größte Demokratie-Klub“, dieser aber könne bald von selbst zerfallen. Grund dafür sei die wachsende Popularität von Austritts-Bewegungen wie dem Brexit auf dem Kontinent, resümiert der Autor des Artikels und verweist dabei beispielsweise auf François Fillon, der in Frankreich als Spitzenkandidat der Konservativen Partei aufgestellt wurde und dafür bekannt ist, gute Beziehungen zu dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterhalten. Zudem, so der Autor, werden auch in den “jungen” osteuropäischen Demokratien wie Ungarn, Bulgarien und sogar in Polen immer stärker autoritäre Tendenzen deutlich.

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    Tags:
    Populismus, Weltmacht, Syrien-Konflikt, Syrien, Brexit, Brexit, EU, François Fillon, John Kerry, Wladimir Putin, Iran, Syrien, USA, Russland, China