10:50 02 Juni 2020
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    Russlands Verteidigungsministerium hat den Kommentar des Internationalen Roten Kreuzes zum jüngsten Tod von russischen Ärzten in Aleppo als „zynisch“ bezeichnet. Zuvor hatte das Rote Kreuz die Schuld für die jüngsten Ereignisse beiden Konfliktseiten gegeben.

    „Wir hätten mehr Respekt des Internationalen Roten Kreuzes vor der Arbeit unserer Ärzte in Aleppo und die Verurteilung des Vorgehens der so genannten ‚Oppositionskämpfer‘ erwartet“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. „Aber wir haben einen zynischen Kommentar zu hören bekommen, der des hohen Status des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes unwürdig war.“ Solche Aussagen zeugen nach seinen Worten von „mangelnder Objektivität“ und von der „Gleichgültigkeit zur Ermordung der russischen Ärzte in Aleppo“.

    Konaschenkow zufolge ist der Tod „aller medizinischen Mitarbeiter, die gekommen sind, um Kindern zu helfen, die während jedes Konfliktes leiden, nicht nur eine Verletzung des Völkerrechts oder eine äußerst schwere Straftat, sondern immer ein Augenblick der Wahrheit, an dem man versteht, mit wem man es zu tun hat.“

    © Sputnik .
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    Zuvor hatte man im Genfer Hauptquartier des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes mitgeteilt, der Beschuss eines Krankenhauses in Aleppo zeuge davon, dass die Seiten des Syrien-Konflikts „ihre Verpflichtungen zum Schutz der medizinischen Mitarbeiter, Patienten und Krankenhäuser nicht einhalten“.

    „Alle Seiten des bewaffneten Konfliktes sollten alles daran setzen, zu garantieren, dass das medizinische Personal seine Arbeit im Konfliktraum fortsetzen kann. Die andauernden Angriffe gegen die medizinische und zivile Infrastruktur in Aleppo zeugen davon, dass alle Konfliktseiten nicht in der Lage sind, ihre Pflicht zu erfüllen: die medizinischen Mitarbeiter, Patienten und Krankenhäuser zu respektieren und zu schützen sowie einen Unterschied zwischen ihnen und Militärobjekten zu machen“, hieß in dem Kommentar des Internationalen Roten Kreuzes.

    Ein mobiles Krankenhaus in Ost-Aleppo war am 5. Dezember einem Artillerieangriff ausgesetzt worden. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurde die Aufnahmestation von einer Mine getroffen. Das Krankenhaus sei von „Oppositionskämpfern“ beschossen worden. Dabei kamen zwei russische Ärzte ums Leben, was das Verteidigungsministerium bestätigte.

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    Tags:
    Rotes Kreuz, Russland, Syrien, Aleppo