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    CDU-Parteitag entscheidet über Doppelpässe

    CDU-Parteitag entscheidet über Doppelpässe

    © AFP 2019 / TOBIAS SCHWARZ
    Politik
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    Gegen den Willen der Parteispitze hat sich der CDU-Parteitag in Essen am Mittwoch gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ausgesprochen, wie deutsche Medien berichten.

    319 Delegierte stimmten für den Antrag der Jungen Union, die sogenannte Optionspflicht für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern wieder einzuführen. 300 Delegierte votierten dagegen.

    In der Debatte vor der Abstimmung hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière dafür geworben, den in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD getroffenen Kompromiss nicht abzulehnen. Dagegen wandte Finanzstaatssekretär Jens Spahn eint, dass man in Koalitionen natürlich Kompromisse machen müsse, „aber wir sind hier auf dem CDU-Bundesparteitag und reden darüber, was wir als Partei wollen“. Dies berichtete n-tv.  

    Die Optionspflicht sah vor, dass ein Kind, dessen Eltern Ausländer sind, von denen einer aber seit mindestens acht Jahren legal in Deutschland lebt und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht hat, automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhält. Später mussten sich diese Kinder zwischen dem 18. und dem 23. Lebensjahr für eine der beiden Staatsbürgerschaft entscheiden.

    Die Junge Union Deutschlands (kurz JU) ist die gemeinsame Jugendorganisation der Unionsparteien CDU und CSU.

     

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    Tags:
    Optionsfplicht, Doppelpässe, Staatsbürgerschaft, Ausländer, Parteitag, CDU, Essen, Deutschland