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    A migrant stands wrapped in a blanket in front of a derelict customs warehouse in Belgrade, Serbia, November 16, 2016

    Was, wenn Erdogan ernst macht? - Bulgarien fordert „Flüchtlings-Plan B“

    © REUTERS / Marko Djurica
    Politik
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    Bulgarien will für den Fall vorsorgen, dass Ankara den Flüchtlingsdeal mit der EU doch noch platzen lässt, was zu einem massiven Migrantenstrom nach Europa führen würde: Der stellvertretende bulgarische Außenminister Daniel Mitow hat die EU-Kommission gebeten, einen entsprechenden Aktionsplan zu erarbeiten.

    „Wir haben die Kommission aufgerufen, einen,Plan B‘ zu erarbeiten, sollte die Rhetorik seitens der Türkei Realität werden“, so Mitow gegenüber dem TV-Sender BNT. „Wir hoffen, dass dies nicht passiert, aber wir können unsere Politik nicht auf Hoffnungen aufbauen. Wir müssen für jedes Szenario bereit sein.“

    Im vergangenen November hatte das Europaparlament mit einer breiten Mehrheit für die Aussetzung der EU-Beitrittsgespräche gestimmt. Die Reaktion der Türkei ließ nicht lange auf sich warten: Erdogan drohte bei einem Auftritt in Istanbul mit der Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa.

    Das am 18. März vereinbarte Flüchtlingsabkommen zwischen Ankara und Brüssel sieht vor, dass die Türkei jeden Syrer, der illegal in die EU gekommen ist, zurücknehmen muss. Dafür verpflichtet sich die EU, einen in der Türkei registrierten Syrer auf legalem Weg aufzunehmen. Die meisten der Flüchtlinge in diesem sogenannten Eins-zu-eins-Mechanismus kommen nach Deutschland.

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    Tags:
    Migranten, Flüchtlingsdeal, EU-Kommission, Recep Tayyip Erdogan, Ankara, Türkei, Bulgarien