15:49 22 Oktober 2018
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    Flüchtlingskind auf dem Hauptbahnhof München

    Berlin steckt 150 Millionen Euro in „Rückkehrmanagement“ für Flüchtlinge

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    Europas Flüchtlingsdeals (141)
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    Die Bundesregierung stellt für die kommenden Jahre insgesamt 150 Millionen Euro zur Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer bereit, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. Das Programm sei billiger als lange Asylverfahren.

    Pro Jahr sollen demnach 50 Millionen Euro in ein Programm investiert werden, das Flüchtlingen den Anreiz gibt, freiwillig in ihr Heimatland zurückzukehren. Das Projekt unter dem Titel „Perspektive Heimat“ richte sich vor allem an Asylwerbende, die keine Aussicht auf Anerkennung und Arbeit in Deutschland haben, aber auch an jene, die trotz Aufenthaltsrecht zurück in ihr Heimatland wollen. Das betreffe insbesondere Migranten aus dem Irak, Afghanistan und vom Balkan.

    Laut Müller soll den Betroffenen so versichert werden, „dass Deutschland auch nach der Rückkehr ihr verlässlicher Partner bleibt und ihnen den Neustart erleichtert“.

    „Wir müssen auf diese Menschen im eigenen Interesse zugehen, anstatt sie jahrelang in unserer Verfahrensbürokratie hängen zu lassen“, sagte Müller. „Wir machen ihnen jetzt ein Angebot, damit sie eine neue Chance in ihrer Heimat bekommen und freiwillig zurückkehren.“

    Allein im November 2016 haben laut dem Bundesinnenministerium knapp 26.500 Flüchtlinge einen Asylantrag in Deutschland gestellt.

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    Investitionen, Heimat, Rückkehr, Asylantrag, Asylbewerber, Migranten, Bundesregierung, Gerd Müller, Balkan, Afghanistan, Irak, Deutschland