07:29 23 Februar 2018
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    Syrische Opposition

    Beliebte Quelle westlicher Medien in Syrien als britisches Regierungsprojekt enthüllt

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    Politik
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    Eine beliebte Quelle der westlichen Medien für Nachrichten zum Thema Syrien-Konflikt – The Revolutionary Forces of Syria (RFS, zu Deutsch: Revolutionskräfte Syriens) – wird von der britischen Regierung finanziert, berichtet das Nachrichtenportal Alternet unter Berufung auf einen Journalisten, dem ein Job bei RFS angeboten worden sein soll.

    Laut dem Journalisten, der anonym bleiben wollte, wurde er im Sommer dieses Jahres von einem amerikanischen Bekannten und Ex-Kollegen kontaktiert und vorgeschlagen, bei RFS einzusteigen. Der Sitz der Organisation befinde sich dabei in Istanbul. Später sei ein Telefonanruf mit Details gefolgt.

    „Ich sollte mit Vertretern der Opposition vor Ort reden und Nachrichten auf Grundlage von Äußerungen der Medienaktivisten schreiben, die mit den bewaffneten Gruppen an Orten wie Aleppo verbunden sind“, erläuterte der Reporter.

    Für seine Arbeit sei ihm ein monatliches Gehalt von 17.000 US-Dollar angeboten worden. Dem Journalisten schien dieser Job eigenen Angaben zufolge jedoch unethisch. Aus diesem Grund habe er das Angebot abgelehnt.

    „Die Idee an sich, dass ich für die Regierung eines Landes arbeiten würde, die gründlich am syrischen Konflikt beteiligt ist, ist für mich als Journalist unbegreiflich“, sagte er gegenüber Alternet. „Das hieße, ein Sprachrohr für bestimmte bewaffnete Gruppierungen zu sein, die von einem westlichen Regime mit einer langen Geschichte schrecklicher Einmischung in dieser Region unterstützt werden“, fügte er hinzu. Dabei sei er kein Unterstützer der syrischen Regierung, wolle aber als Journalist seine Integrität auf diesem Niveau beibehalten.

    Der Reporter bezeichnete die RFS als „Propagandaquelle“. Eine Anfrage von Alternet an die Organisation für einen Kommentar blieb unbeantwortet.

    Dabei wird RFS oft von den westlichen Medien zitiert und sogar als Beweisquelle für angebliche russische Kriegsverbrechen genutzt. Zuvor hatte die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet, diese Organisation sei nicht die einzige, die von London finanziert werde. Die geheime Gesamtfinanzierung für solche Zwecke betrage seit Ende 2013 schon mehr als drei Millionen US-Dollar.

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    Tags:
    Medien, Großbritannien, Syrien
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