03:51 23 Juni 2017
Radio
    Migranten in ItalienScreenshot

    VIDEO: Soros-finanzierte NGOs des "massenhaften" Flüchtlingsschmuggels beschuldigt

    © AP Photo/ AP Photo/Bram Janssen © Foto: people trafficking
    1 / 2
    Politik
    Zum Kurzlink
    Europas Flüchtlingsdeals (2017) (135)
    602091721303

    Deutsche und internationale Hilfsorganisationen sollen massenhaft Menschenschmuggel betreiben, behauptet die sich als Denkfabrik bezeichnende Organisation GEFIRA unter Berufung auf die von marinetraffic.com fixierten Schiffsbewegungen. Ärzte ohne Grenzen und der deutsche Verein „Sea-Eye“ dementieren dies gegenüber Sputnik, andere jedoch schweigen.

    So behauptet GEFIRA, dass der Regensburger Verein „Sea-Eye“,  der Berliner Verein „Jugend Rettet“ sowie  die internationalen Nichtregierungsorganisationen MOAS, Stichting Bootvluchting, Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), Save the Children, Proactiva Open Arms, Sea-Watch.org und Life Boat ihre Boote in das tunesische Territorialgewässer entsenden, dort direkt vor der Küste systematisch Flüchtlinge von Schleuserbooten abholen und der italienischen Küstenwache übergeben würden.

    Dabei beruft sich GEFIRA, die sich selbst als Teil einer pan-europäischen Denkfabrik bezeichnet (Sputnik-Recherchen zufolge, könnte es sich hierbei um die politische Vereinigung „Newropeans“ handeln), in ihren Artikeln auf die auf www.MarineTraffic.com verfolgten Routen, die in dem Video zu sehen sind.

    In den Aufnahmen demonstriert das Portal die aus Screenshots erstellten regelmäßigen Routen der NGO-Schiffe zwischen Tunesien und Italien. Diese Beobachtungen beruhen angeblich auf einer zweimonatigen Überwachung der Schiffsbewegungen, was in diesem Fall tatsächlich von einem systematischen Migrationskreislauf zeugen würde. GEFIRA behauptet des Weiteren, dass die Nichtregierungsorganisationen ihre Tätigkeit direkt mit Schmugglern und der italienische Küstenwache absprechen und koordinieren würden. Im Zeitraum zwischen dem 1. Oktober und dem 23. November sollen dabei rund 40.000 Flüchtlinge nach Europa gebracht worden sein.

    „Die 15 Schiffe, die wir verfolgen, sind Eigentum der NROs oder werden von ihnen gemietet. Es wurde regelmäßig beobachtet, wie sie die Häfen Italiens verlassen, sich in den Süden begeben, kurz anhalten, um die libysche Küste zu erreichen, ihre Fracht von Menschen einsammeln und wieder Kurs auf ihren Hafen in Italien nehmen, um die 260 Meilen zurückzufahren, selbst wenn der Hafen in Zarzis, Tunesien nur 60 Meilen vom Rettungsort entfernt liegt“, so GEFIRA.

    Bereits im Oktober sei die Organisation darauf aufmerksam geworden, dass vier der NGOs mit ihren Schiffen (die Phoenix von MOAS, die Astral von Proactiva Open Arms, die Iuventa der Jugend Rettet und die Golfo Azzurro von der Boat Refugee Foundation) im libyschen Küstengewässer Migranten von Booten abgeholt hätten, wobei es angeblich Hinweise darauf gäbe, dass sie ihr Vorgehen schon im Voraus mit den italienischen Behörden ausgemacht haben sollen. So soll die italienische Küstenwache die NROs noch zehn Stunden bevor die Migranten Libyen verließen an den „Rettungsort“ geführt haben.

    Bei den von GEFIRA des Menschenschmuggels beschuldigten Schiffen handelt es sich Wikipedia-Angaben zufolge unter Anderen um den Ankerziehschlepper „Bourbon Argos“ der maltesischen Organisation Migrant Offshore Aid Station (MOAS) und Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen). Die Ärzte Ohne Grenzen werden interessanterweise von  „Open Society Foundations“ (Siehe Seite 8 dieses Dokuments) des amerikanischen Milliardärs George Soros mitfinanziert.

    Ein weiteres Schiff der MOAS, die laut GEFIRA an dem Flüchtlingsschmuggel teilnehmen soll,  ist die maltesische „Topaz Responder“. Wie ein Eintrag in Wikipedia besagt, wurde MOAS von einem der Spender der Clinton Wahlkampfkampagne, Christopher Catrambone ins Leben gerufen. Einer der Hauptsponsoren von MOAS ist Caritas Deutschland und avaaz.org, der europäische Ableger von George Soros‘ moveon.org.

    Das nächste Schiff ist die VOS Hestia, die laut DSB Offshore Limited für die NGO Save the Children fährt, die eigenen Angaben zufolge wiederum auch von Open Society Foundations Spenden empfängt.

    Auf eine Anfrage der Sputnik-Redaktion haben nur zwei der Organisationen geantwortet.

    „Sea-Eye hat noch nie Migranten nach Italien evakuiert. Die Menschen, die wir vor dem Ertrinken retten, werden an Marineeinheiten oder die italienische Küstenwache übergeben. Wir operieren auch nicht in Küstengewässern von Tunesien, um Flüchtlinge ‚systematisch‘ von Schleusern abzuholen“, so Hans-Peter Buschheuer vom Berliner „Sea-Eye“.

    Das Auffinden von Schiffbrüchigen erfolge ausnahmslos auf internationalen Gewässern, auch wenn die sogenannte libysche Küstenwache anderes behaupten sollte. „Unsere Einsätze dienen ausschließlich humanitären Zwecken. Schleuser sind in unseren Augen Kriminelle“, betonte Peter Buschheuer.

    „MSF sind keine Schmuggler, wir befinden uns im Mittelmeer, weil die humanitäre Situation das erfordert… Als humanitär-medizinische Organisation können wir nicht abseits stehen“, kommentierte Tommaso Fabbri, Einsatzleiter von Ärzte ohne Grenzen in Italien, die Beschuldigungen. „Wir bringen stets unsere Empörung darüber zum Ausdruck, dass sich die EU und deren  Behörden anstatt Leben zu retten und denen, die fliehen, Hochachtung zu zollen, sich mehr darauf fokussieren, Schmuggler anzugreifen“, so Fabbri. 

    Im Mai dieses Jahres habe  MSF sogar alle Spendenprojekte mit den EU-Staaten abgebrochen, „um sich gegen die Politik zu äußern, die eine humanitäre Krise auf europäischem Boden provoziert hat“.

    Themen:
    Europas Flüchtlingsdeals (2017) (135)
    Tags:
    Migranten, Life Boat, Sea-Watch.org, Proactiva Open Arms, Médecins Sans Frontières, Jugend Rettet, Sea-Eye, GEFIRA, MOAS, Ärzte ohne Grenzen, Save the Children, Hillary Clinton, George Soros, Malta, Tunesien, Tunis, Italien, Libyen, Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren