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08:40 21 September 2019
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    Moskauer Kreml

    Russlands Außenamt reagiert auf Vorwürfe Berlins wegen Wahleinmischung

    © Sputnik / Alexei Druzhinin/Anton Denisov/Pressedienst des Präsidenten von Russland
    Politik
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    Der Direktor des 3. Departements für Europa beim russischen Außenministerium, Sergej Netschajew, hat die Äußerungen Berlins über die Möglichkeit „einer russischen Einmischung“ in die Wahlen kommentiert.

    „Der russische Präsident Wladimir Putin hat wiederholt klargemacht, dass wir uns nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen. Das deutsche Volk trifft für sich selbst Entscheidungen. Möglicherweise gefällt es manch einem, uns als allmächtige Hacker darzustellen, aber dies kann meiner Meinung nach niemanden mehr belustigen“, sagte der Diplomat.

    Netschajew betonte, dass Moskau an der Normalisierung der Beziehungen zu Deutschland interessiert sei. „Wir sind überzeugt, dass dies von beiden Seiten her und unter Berücksichtigung unserer prinzipiellen Interessen gestaltet werden muss und nicht fragmentarisch oder nur an dem Ort erfolgen soll, der unseren deutschen Partnern genehm ist. Wenn Berlin dazu bereit sein wird, werden wir die uns gereichte Hand nicht abweisen“, so Netschajew.

    Sergej Netschajew, Direktor des 3. Departements für Europa beim russischen Außenministerium
    Sergej Netschajew, Direktor des 3. Departements für Europa beim russischen Außenministerium

    Der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, hatte vor „Cyberangriffen“ aus Russland im Vorfeld der Bundestagswahl gewarnt. Die Behörde hatte zuvor auf „Bedrohungen“ aus Russland für die Wahlen 2017 hingewiesen.

    Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte Ende November erklärt, dass Russland vor den Wahlen mit Hackerangriffen aus Europa, darunter aus Deutschland, konfrontiert wird.

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    Tags:
    Einmischung, Vorwürfe, Hacker, Wahlen, Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Hans-Georg Maaßen, Dmitri Peskow, Deutschland, Russland