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00:34 18 Oktober 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Wolgograd (Archivbild)

    Moskau: „Steinmeiers hohes Interesse am Dialog mit Russland vergessen wir nicht“

    © AFP 2019 / Pavel Golovkin/POOL
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    Moskau ist an einer Normalisierung der Beziehungen zu Berlin interessiert, allerdings unter Berücksichtigung der Interessen Russlands und nicht nur dort, wo es den deutschen Partnern passt, wie der hochrangige Diplomat Sergej Netschajew betonte.

    Moskauer Kreml
    © Sputnik / Alexei Druzhinin/Anton Denisov/Pressedienst des Präsidenten von Russland
    In diesem Zusammenhang verwies der Direktor des Dritten Europa-Departements des Außenministeriums darauf, dass der Außenminister und der wahrscheinliche künftige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stets Interesse am Dialog mit Russland interessiert war.

    „Wir sind natürlich an einer Normalisierung der Beziehungen zur BRD interessiert“, sagte er in einem RIA-Novosti-Inteview. „Allerdings sind wir überzeugt, dass dies im Gegenzug unter Berücksichtigung unserer prinzipiellen Interessen geschehen sollte, doch nicht nur fragmentarisch oder nur dort, wo es den deutschen Partnern passt. Sollte Berlin dazu bereit sein, so werden wir die uns entgegengestreckte Hand nicht abweisen.“ 
     
    Ungeachtet der bekannten Probleme „gelingt es, eine gewisse positive Dynamik zu einer ganzen Reihe von Richtungen zu erhalten“, sagte Netschajew weiter.

    „Diese positiven Momente müssen gefestigt und entwickelt werden, worauf wir unsere deutschen Kollegen ständig orientieren“, ergänzte er.

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    Insbesondere „entwickelt sich weiterhin der politische Dialog, es werden intensive interparlamentarische, zwischenbehördliche und zwischenregionale Kontakte gepflegt“. Zudem existieren aktive Beziehungen hinsichtlich der Bürgergesellschaft und des Jugendaustausches. In der kulturellen und der humanitären Sphäre werden zahllose Projekte in die Tat umgesetzt.

    „Diese positiven Momente müssen gefestigt und entwickelt werden, worauf wir unsere deutschen Kollegen ständig orientieren“, ergänzte er.

    Auf mögliche Veränderungen in den Beziehungen zwischen Moskau und Berlin nach der eventuellen Ernennung von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten Deutschlands eingehend, betonte Netschajew, dass „der Bundespräsident in Deutschland hauptsächlich repräsentative Funktionen ausübt und keinen entscheidenden Einfluss auf die Ausarbeitung des innen- und außenpolitischen Kurses hat“.

    „Ob die Rolle des neuen Bundespräsidenten eine andere sein wird, entscheiden nicht wir. Wir mischen uns nicht in den Wahlprozess ein. Selbstverständlich werden wir nicht vergessen, dass Minister Frank-Walter Steinmeier in seiner Tätigkeit ein hohes Interesse am Dialog mit Russland, an der Koordinierung der außenpolitischen Herangehensweisen unserer Länder offenbart hat“, so der Gesprächspartner der Agentur.

     

     

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    Tags:
    Sergej Netschajew, Frank-Walter Steinmeier, Deutschland, Russland