14:12 22 Juni 2017
Radio
    Wladimir Putin und Angela Merkel (Archivbild)

    Putin weist Merkel auf mögliche Probleme der Gasversorgung Europas via Ukraine hin

    © Sputnik/ Mikhail Klimenteev
    Politik
    Zum Kurzlink
    291771935314

    Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben am Dienstag in einem Telefongespräch die Situation um die Gasversorgung Europas via Ukraine erörtert. Dabei äußerte Putin Besorgnis darüber, dass der Gastransit durch das Territorium der Ukraine infolge der Position Kiews gefährdet ist, teilte der Kreml mit.

    „Die ukrainische Seite weigert sich immer wieder, Vereinbarungen über Gaskäufe in dieser Saison in Russland abzustimmen.“ Das könnte sich negativ auf den Gastransit nach Europa auswirken, hieß es.

    Bei dem Gespräch wurde auf die Notwendigkeit verwiesen, die Minsker Friedensvereinbarungen für die Ukraine vom 12. Februar 2015 strikt zu erfüllen. Der russische Präsident hob hervor, dass Kiew den provokatorischen Beschuss von Siedlungen in der Donbass-Region so schnell wie möglich einstellen, die Blockade des Donbass aufheben und einen direkten Dialog mit Donezk und Lugansk aufnehmen soll.

    Ein weiteres wichtiges Thema war die Lage in Syrien. Putin informierte Merkel über Handlungen Russlands im Kampf gegen den internationalen Terrorismus und über die umfassende humanitäre Hilfe, die Moskau der Bevölkerung in den von den Terroristen befreiten Regionen Syriens erweist.

    Die beiden Politiker kamen darin überein, ihre Kontakte zu aktivieren, hieß es in Moskau.

     

    Zum Thema:

    Putin und Merkel erörtern Gastransit via Ukraine
    Gazprom erhöht vorübergehend Gastransit durch die Ukraine
    Minister: Russland sieht große Risiken bei Verlängerung von Gastransit via Ukraine
    Lawrow: „Ukrainischer Gastransit unzuverlässig“
    Tags:
    Telefongespräch, Angela Merkel, Wladimir Putin, Syrien, Ukraine, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren